Straße von Hormus: Iranische Seeminen gefährden weiterhin Schifffahrt

Nach Angaben israelischer Quellen verfügt der Iran nicht über eine genaue Karte aller Seeminen, die er in der Straße von Hormus verlegt hat. Dies stelle eine erhebliche Gefahr für den gesamten Schiffsverkehr in der Meerenge dar, insbesondere für Frachtschiffe.

In der Straße von Hormus liegen noch immer Dutzende iranische Seeminen.
In der Straße von Hormus liegen noch immer Dutzende iranische Seeminen.
Foto: Satellitenbild NASA

Der Iran hat aktiv Dutzende Seeminen – überwiegend der Typen Maham 3 und Maham 7 – in der Straße von Hormus ausgebracht, um den Schiffsverkehr und die Energieversorgung zu beeinträchtigen. Die US-Marine führt umfangreiche Minenräumoperationen durch, um sichere Fahrrinnen freizuhalten. Die verborgenen Sprengkörper machen die strategisch wichtige Wasserstraße jedoch weiterhin äußerst gefährlich.

Die Maham 3 ist eine verankerte Tiefwassermine, die sowohl magnetische als auch akustische Sensoren nutzt und detoniert, wenn ein Schiff sie überquert.

Die Maham 7 ist eine schwer zu entdeckende Grundmine für flachere Gewässer. Sie verfügt über ein Gehäuse aus Glasfaser, das speziell entwickelt wurde, um einer Ortung durch Sonar zu entgehen.

Nach Erkenntnissen von Nachrichtendiensten befinden sich schätzungsweise rund 90 Sprengkörper in vier vermuteten Minenfeldern in der Straße von Hormus.

Seeminen: Iran hat keine Koordinaten aufgezeichnet

Den israelischen Quellen zufolge hat der Iran die Koordinaten der verlegten Minen weder aufgezeichnet noch kartiert. Da die Minen zudem so konstruiert sind, dass sie herkömmlichen Räumverfahren widerstehen, verlaufen die Räumarbeiten der US-Marine langsam und sind in hohem Maße auf unbemannte Unterwasserfahrzeuge zur Minensuche angewiesen.

Nach Schätzungen der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) der Vereinten Nationen befinden sich noch etwa 80 Seeminen in den historischen Hauptschifffahrtsrouten der Straße von Hormus. Dies führt zu erheblichen Gefahren und massiven Beeinträchtigungen des weltweiten Energie- und Warenverkehrs.

Vier vermutete Minenfelder liegen nahe dem westlichen Eingang der Meerenge, entlang der zentralen ost- und westwärts führenden Schifffahrtsrouten sowie am östlichen Ausgang in Richtung des Golfs von Oman. Da der zentrale Bereich der Straße von Hormus als hochgefährlich gilt und weitgehend gesperrt ist, müssen Schiffe auf zwei Ausweichrouten ausweichen.

Sie können entweder eine Route näher an der iranischen Küste wählen oder unter Koordination der US-Marine entlang der omanischen Küste fahren. Beide Alternativen sind langsamer und erhöhen das Risiko, auf Grund zu laufen.

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