Das Übereinkommen über Streumunition von 2008 sollte für Submunition das leisten, was der Ottawa-Vertrag für Landminen geleistet hat. Doch heute wirkt das Abkommen bedeutungslos. Litauen ist ausgetreten, und die größten Anwender von Streumunition haben es nie unterzeichnet und setzen sie weiterhin ein. Der Artikel von Dan Kaszeta erschien zuerst auf Warsight.

Sogenannte Streumunition stammt aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Definitionen variieren, aber im Allgemeinen ist sie ein Waffensystem, das kleinere Waffensysteme verstreut, um eine bestimmte Wirkung auf dem Schlachtfeld zu erzielen.
Die erste weitverbreitete Anwendung waren gebündelte Brandmunition im Zweiten Weltkrieg. Streumunition umfasste in den letzten sieben Jahrzehnten historisch gesehen nicht nur Brandmunition, sondern auch Sprengstoffe, Landminen, chemische, biologische , Rauch-, Brennstoff-Luft-Explosiv-, Leucht- und Aufstandsbekämpfungsmittel .
Streumunition und Submunitionen existieren, weil sich viele taktische Ziele in bestimmten Situationen durch das Verstreuen einer Vielzahl kleinerer Waffen leichter erreichen ließen als durch eine einzige große Explosion oder Wirkung. Eine Antipersonen-Streumunition ist beispielsweise im Grunde ein großes Fass mit Granaten. Im aktuellen Diskurs geht es jedoch hauptsächlich um konventionelle hochexplosive Submunitionen.
Verwechslungsgefahr Streumunition
Diese Art der Munition wird in der öffentlichen Debatte oft mit Landminen gleichgesetzt oder gar verwechselt. Dieselbe allgemeine Motivation und viele der gleichen Nichtregierungsorganisationen, die sich für Beschränkungen von Landminen einsetzten, waren auch für die internationalen diplomatischen Bemühungen zur Einschränkung von Streumunition verantwortlich.
Der Hauptgrund für die Ablehnung liegt darin, dass viele Generationen von Streumunition, insbesondere Sprengmunition, eine sehr hohe Ausfallrate aufwiesen. Dies führte dazu, dass Gebiete, in denen sie eingesetzt wurden, faktisch zu Minenfeldern wurden.
Konventionelle Minenfelder folgten jedoch im Allgemeinen einer gewissen taktischen Logik, da es Gebiete gab, in denen ihr Einsatz praktikabel war, und sie üblicherweise in Gürteln und Feldern angelegt wurden. Dadurch waren Landminen etwas berechenbarer als lose Streumunition, die in jedem Gelände auftauchen konnte und selbst Jahrzehnte nach ihrem Einsatz noch töten und verstümmeln konnte. Viele der Opfer nach Konflikten waren Kinder. Die Auswirkungen auf Vieh und Landwirtschaft waren mancherorts gravierend. Aus diesen Gründen sind Streumunitionen in der Öffentlichkeit verpönt.


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