TKMS: Kooperation & Kampagne für kanadisches U-Boot-Programm

TKMS und das KI-Unternehmen Cohere aus Kanada haben eine Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung KI-gestützter Anwendungen für das kanadische U-Boot-Programm unterzeichnet. Gleichzeitig gehen die deutschen U-Boot-Bauer in eine Werbeoffensive: Sie laden Kanada ein, ins „TEAM 212CD“ zu kommen.

Werbekampagne für Kanada – TKMS will den NATO-Partner in Nordamerika ins "Team 212CD" holen.
Werbekampagne für Kanada – TKMS will den NATO-Partner in Nordamerika ins "Team 212CD" holen.
Foto: TKMS

Neben der südkoreanischen Werft Hanwha Ocean ist TKMS noch im Rennen um die 12 neuen U-Boote für Kanada – das Canadian Patrol Submarine Project (CPSP). Zu den Bedingungen für den Auftrag gehört die Einbindung der kanadischen Industrie. Wie bereits im Dezember mit Marmen hat TKMS dazu jetzt eine weitere Kooperationsvereinbarung geschlossen.

KI-Support im Team 212CD

Der TKMS-Partner heute: Cohere, ein auf sichere Unternehmens-KI spezialisiertes Technologieunternehmen. Für das kanadische U-Boot-Programm wollen Cohere und TKMS den Einsatz fortschrittlicher KI-Lösungen vorantreiben. Im Fokus steht die zukünftige Einbindung digitaler Fähigkeiten.

„Unsere Technologie“, so Dave Ferris, VP of Americas and Global Public Sector bei Cohere, „wird dem kanadischen U-Boot-Programm helfen, die strengen Anforderungen an Präzision, Sicherheit und optimierte Abläufe zu erfüllen sowie die kognitive Belastung zu reduzieren.“

Hierbei geht es in erster Linie um KI-gestützte Entscheidungshilfetools, das On-Bord-Informationsmanagement sowie Schulungs- und Trainingsumgebungen. Darüber hinaus sollen sichere, marinespezifische Schnittstellen entwickelt werden, die den Anforderungen der Royal Canadian Navy und der kanadischen Regierung entsprechen.

Werbeoffensive für TKMS-U-Boot

Ein konkretes Angebot soll TKMS Ende Januar an Kanada übergeben. Eine Entscheidung über den Auftrag im Wert von rund 20 bis 24 Milliarden kanadischen Dollar (rund 13 bis 16 Milliarden Euro) könnte erst 2027 fallen. Dann aber soll der Partner in Nordamerika ins Team 212CD kommen, wofür sich zuletzt auch der deutsche Verteidigungsminister stark gemacht hatte.

Gute Gründe für einen Beitritt in das bisher bilaterale U-Boot-Programm von Norwegen und Deutschland liefert TKMS seit dieser Woche auf einer eigenen englisch- und französischsprachigen Website. Von „True Trilateral Partnership“ ist hier die Rede und davon, dass Kanada, Deutschland und Norwegen die langjährige Partnerschaft für Arktis und Atlantik mit dem Team 212CD noch vertiefen würden.

Team 212CD – mehr als ein Beschaffungsvorhaben

Für TKMS geht es mit der Einladung ins Team 212CD über eine reine Beschaffung neuer U-Boote hinaus. Die deutschen U-Boot-Bauer positionieren sich als erfahrener Hersteller konventioneller U-Boote – schließlich stammen über 70 Prozenmt der U-Boot-Flotte der NATO aus Deutschland. Kanada bekäme also eine bewährte, NATO-interoperable Plattform und gleichzeitig eine enge sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Verbündeten.

Ein wesentlicher Fokus der Kampagne liegt auf den industriellen und wirtschaftlichen Effekten für Kanada. Die bereits erwähnte Einbindung kanadischer Unternehmen soll zu einem langfristigen Technologietransfer sowie dem Aufbau nachhaltiger industrieller Fähigkeiten über den gesamten Lebenszyklus der U-Boote führen.

Die Klasse 212CD – mit 73 Meter Länge und 10 Meter Breite – wird von TKMS als moderne, leise und modular aufgebaute Plattform präsentiert, die auf zukünftige Einsatzanforderungen ausgelegt ist und Kanadas maritime Handlungsfähigkeit auch unter arktischen Bedingungen stärken soll.

Mit WhatsApp immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal, um die Neuigkeiten direkt auf Ihr Handy zu erhalten. Einfach den QR-Code auf Ihrem Smartphone einscannen oder – sollten Sie hier bereits mit Ihrem Mobile lesen – diesem Link folgen:

Beitrag teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Verwendete Schlagwörter

KampagneKanadaNorwegenTEAM 212CDtkMSU 212CDU-Boot
Index