ASELSAN: ASELBUOY P geht in Serienfertigung

Das türkische Systemhaus ASELSAN vermeldet den Start der Serienfertigung von ASELBUOY P. Damit hat der Hersteller einen wichtigen Meilenstein bei der Bereitstellung fortschrittlicher Fähigkeiten für die Unterwasser-Kriegsführung erreicht. Das System wurde entwickelt, um das Lagebild unter Wasser zu verbessern, und bietet eine integrierte Lösung zur Ortung, Verfolgung und Klassifizierung von Unterwasserzielen.

Zylindrische, orangefarbene Aselsan-Boje an einem geöffneten grauen Fallschirm in einer Produktgrafik
Die Boje ASELBUOY P von ASELSAN bietet eine integrierte Lösung zur Ortung, Verfolgung und Klassifizierung von Unterwasserzielen.
Foto: ASELSAN

Eine wesentliche Fähigkeit von ASELBUOY P ist die akustische Ortungsfunktion auf Basis von DIFAR (Directional Frequency Analysis and Recording – gerichtete Frequenzanalyse und -aufzeichnung; 5 Hz – 2400 Hz). Durch den Einsatz passiver und gerichteter Sensortechnik kann das System akustische Signaturen unter Wasser erfassen und zugleich bei der Identifizierung, Verfolgung und Klassifizierung potenzieller Ziele unterstützen. Dies ermöglicht es den Nutzern, wertvolle akustische Informationen zu gewinnen, ohne selbst aktiv Signale auszusenden; hierdurch werden das Lagebild sowie die Effektivität von Überwachungsmissionen unter Wasser optimiert.

Zudem verfügt das System über eine HF-Kommunikationsschnittstelle, die die Übermittlung der erfassten Daten an relevante Plattformen und Systeme ermöglicht. Mit dem Übergang in die Serienfertigung wandelt sich ASELBUOY P von einem Entwicklungsprojekt zu einer einsatzbereiten Fähigkeit und bietet Endanwendern eine fortschrittliche Lösung für die Unterwasserüberwachung sowie für Missionen zur U-Jagd.

aselBUOY 100 P: Bis zu 150m Einsatztiefe

Die aselBUOY 100 P ist eine passiv-gerichtete Sonarboje im NATO-Standardformat „A-Size“ (Länge 915 mm, Durchmesser 120 mm und Gewicht 10 kg), die für den Einsatz von Seefernaufklärern, UAVs, ISR-Plattformen oder Überwasserschiffen entwickelt wurde. Beim Abwurf aus der Luft oder beim Ausbringen von einer Überwasserplattform aus erfolgt die Landung auf der Wasseroberfläche stabilisiert und fallschirmgestützt. Nach dem Auftreffen auf das Wasser entfaltet das System rasch seine akustischen Sensoren und mechanischen Komponenten für den Unterwasserbetrieb sowie die an der Oberfläche verbleibenden Steuerungs- und Kommunikationseinheiten.

ASELSAN gibt die Einsatztiefe offiziell mit 30 bis 150 Metern an und die operative Zeit mit 0,5, 1, 2, 4, oder 8 Stunden.

 

Text: Redaktion / af

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