EDA testet unbemannte Bodenfahrzeuge unter arktischen Bedingungen

Die Europäische Verteidigungsagentur (EDA) hat Anfang Februar im ostnorwegischen Rena unbemannte Bodenfahrzeuge unter extremen arktischen Bedingungen getestet. Die zehntägigen Tests bilden einen wichtigen Meilenstein im größten Landprojekt der Organisation – Combat Unmanned Ground Systems (CUGS).

Die European Defence Agency (EDA) testete am Monatsanfang Unmanned Ground Vehicles (UGV) unter arktischen Bedingungen.
Die European Defence Agency (EDA) testete am Monatsanfang Unmanned Ground Vehicles (UGV) unter arktischen Bedingungen.
Foto: EDA

Zehn Tage lang, bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt, testete die EDA autonome und ferngesteuerte Bodenfahrzeuge im schneebedeckten Gelände rund um das Dorf Rena in Ostnorwegen.

Das arktische Klima ist gleich aus mehreren Gründen herausfordernd: In hohem Schnee können Fahrzeuge regelrecht versinken, auf glatt Eisflächen den Halt verlieren. Die Kälte ist zudem eine Herausforderung für Elektronik und Motoren – nicht nur elektrische.

Die Demonstration gipfelte nach Angaben der EDA in einer vollständigen Betriebsphase mit einem realistischen Szenario, bei dem die Fahrzeuge unter Bedingungen mit begrenzter Konnektivität operieren mussten – eine realistische Herausforderung für arktische Einsatzgebiete.

CUGS – das größte Landprojekt der EDA

Die norwegischen Tests waren Teil einer umfassenderen Erprobung unter verschiedenen Klimabedingungen. Eine abschließende Demonstration ist für September 2026 in Italien geplant, bei der die Systeme auch unter mediterranen Bedingungen getestet werden. Der Wechsel von Extremkälte zu südlichen Einsatzszenarien soll die Vielseitigkeit der entwickelten Technologien unter Beweis stellen.

Bemannte und unbemannte Fahrzeuge in Norwegen beim EDA-Test.
Bemannte und unbemannte Fahrzeuge in Norwegen beim EDA-Test.
Foto: EDA

Die Tests gehören zum EDA-Projekt „Combat Unmanned Ground Systems“ (CUGS), dem größten Forschungs- und Technologieprojekt der Agentur im Landbereich. Anders als traditionelle Rüstungsprojekte verfolgt CUGS einen modularen Ansatz: Statt eine einzige Plattform zu entwickeln, kombiniert das Projekt Fahrzeuge der mittleren und schweren Klasse mit standardisierten Bausteinen aus Navigation, Führung und Kontrolle, Kommunikation und Sensormanagement.

Aus diesem Grund sind an dem von Leonardo (Italien) koordinierten EDA-Projekt auch mehr als 25 europäische Verteidigungsunternehmen und Forschungseinrichtungen. Acht EU-Mitgliedstaaten und Norwegen beteiligen sich an dem Projekt. Neben Italien sind das Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, die Niederlande und Polen.

Die Arktis – der Operationsraum der Zukunft

Die arktische Region gewinnt zunehmend an strategischer Bedeutung – sowohl wegen des Klimawandels, der neue Seewege und Ressourcenzugänge eröffnet, als auch aufgrund wachsender geopolitischer Spannungen. Die Fähigkeit, mit unbemannten Systemen auch unter extremen Kältebedingungen zu operieren, wird für europäische Streitkräfte immer wichtiger.

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