Auf der FIDAE Verteidigungsmesse in Santiago de Chile haben Hanwha Aerospace und die Indra Gruppe vergangene Woche eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist die gemeinsame Entwicklung von gepanzerten Fahrzeuglösungen für die chilenische Armee und die Zusammenarbeit in Lateinamerika.
Die Unterzeichnungszeremonie fand auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtmesse FIDAE in Santiago de Chile statt. An der Zeremonie nahmen Dong Hyeon Kim, Leiter des Geschäftsbereichs Landsysteme von Hanwha Aerospace, Domingo Castro Fernández, Direktor für Verteidigung und Sicherheit in Amerika bei Indra, und María Dolores Carrillo Aguilera, Leiterin Geschäftsentwicklung Landsysteme bei Indra, teil. Auch der Botschafter der Republik Korea in Chile, Hak-jae Kim, war anwesend und überbrachte Glückwünsche.
Im Rahmen der Vereinbarung werden die beiden Unternehmen gemeinsam eine kombinierte Lösung für Chiles Programm für gepanzerte Fahrzeuge der nächsten Generation vorantreiben. Hanwha Aerospace liefert die Plattformen für die gepanzerten Fahrzeuge, während Indra die Ausrüstung für Missionssysteme (u. a. Konnektivität, Lageerkennung und Führungs- und Kontrollsysteme) bereitstellt und die regionale Koordinierung übernimmt. Die Partnerschaft umfasst auch eine weitergehende Zusammenarbeit bei Programmen zur Bodenverteidigung in anderen südamerikanischen Ländern.
Die chilenische Armee betreibt eine der modernsten Panzerflotten Südamerikas, deren Rückgrat aus über 200 Kampfpanzer Leopard 2A4 CHL und Leopard 1V besteht. Der Kauf von über 200 Leopard 2A4 aus deutschen Bundeswehrbeständen (ab 2005/2006) markierte einen technologischen Sprung für Chile und die Verteidigungsstrukturen in Südamerika. Bereits in den späten 1090ern/2000ern wurden über 200 Leopard 1V aus den Niederlanden beschafft.
Die Leopard 2 wurden speziell für die Atacama-Wüste modifiziert (höhentauglich, verbesserte Kühlung). Seit 2023 läuft eine weitreichende Modernisierung durch Aselsan, um die Panzer (Proco-Projekt) auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Das Projekt umfasst neue Feuerleitsysteme, elektrische Turmantriebe, verbesserte Optiken (Periskope) für Kommandant/Richtschütze und ein Kampfführungssystem (BMS). Chile nutzt auch modernisierte Marder 1A3 Schützenpanzer. Angesichts neuer Bedrohungsszenarien in der Region wird mittelfristig über die Notwendigkeit eines Nachfolgemodells diskutiert
„Indra verfügt über Kompetenzen im Bereich Verteidigungselektronik und Erfahrung in Lateinamerika, die unsere Fahrzeugplattformen ideal ergänzen. Durch diese Absichtserklärung können die beiden Unternehmen den Streitkräften der Region ein umfassenderes Leistungspaket anbieten“, sagte Dong Hyeon Kim, Leiter der Land Systems Business Group von Hanwha Aerospace.
„Diese Partnerschaft schafft optimale Rahmenbedingungen, um die Kerntechnologien und Kompetenzbereiche beider Unternehmen in einem wettbewerbsfähigen, hochmodernen Produkt zu vereinen, das die hohe Nachfrage in der Region decken kann“, so Domingo Castro Fernández, Direktor für Verteidigung und Sicherheit bei Indra in Amerika.
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