Hightech-Ortungsgerät: Rettung dank unsichtbarer Signale

Die entscheidende Rolle, die das Pilotenortungsgerät CSEL bei der Rettungsaktion für den im Iran abgeschossenen Navigator einer F-15 der US-Luftwaffe spielte, wird zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit dieser Systeme führen.

Neben dem CSEL von Boeing hat auch Elbit Systems ein solches Ortungsgerät entwickelt, das PRC-648.
Neben dem CSEL von Boeing hat auch Elbit Systems ein solches Ortungsgerät entwickelt, das PRC-648.
Bild: Elbit Systems

Das AN/PRQ-7 Combat Survivor Evader Locator (CSEL) war das wichtigste Gerät, das bei der Rettung zum Einsatz kam. Dieses von Boeing hergestellte, handgehaltene, satellitengestützte Funkgerät, das in die Überlebenswesten der Besatzung integriert war, wiegt etwa 800 Gramm. Es ermöglichte dem Weapons Systems Officer (WSO), alle paar Stunden verschlüsselte, frequenzsprungende Textnachrichten mit aktualisierten GPS-Positionsdaten zur Ortung zu senden. Diese Signale erschienen auf dem iranischen Radar als Hintergrundrauschen und verhinderten so eine Triangulation.

Das CSEL stellte eine Verbindung zu US-Militärsatelliten her, um Echtzeit-Updates zu Position, Zustand und Informationen zur Sicherheitszone zu liefern, und schaltete erst dann in einen präzisen Leuchtfeuer-Modus um, wenn sich Rettungshubschrauber näherten, um das Cockpit zu erfassen.

Ein Bericht über die Rettung erwähnte das mysteriöse „Ghost Murmur“, ein CIA-Werkzeug, das KI und Sensoren zur Fernerkennung von Herzschlägen nutzt. Seine Rolle bei dieser Rettungsaktion konnte nicht bestätigt werden.

PCR-648: Ortungsgerät von Elbit

Das israelische Unternehmen Elbit hat ebenfalls einen solchen Ortungssender entwickelt – den PRC-648. Er bietet Mehrkanal-VHF/UHF-Sprachfunkfunktionen, integriertes GPS und ist auf hohe Zuverlässigkeit in rauen Umgebungen ausgelegt. Er wird von Flugzeugbesatzungen, darunter auch der RAF, eingesetzt.

Das Elbit-System integriert einen Sprechfunkempfänger, der die Kommunikation mit Rettungskräften über VHF/UHF-Kanäle ermöglicht. Das System verfügt über eine automatische Aktivierung beim Ausstoßen, was für bewusstlose Piloten entscheidend ist. Es ist für den Betrieb in rauen Umgebungen, einschließlich zu Lande und zu Wasser, für mindestens 24 Stunden ausgelegt.

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