Der Aufwuchs der Bundeswehr schreitet voran. So soll die Luftwaffe ein neues Ausbildungsbataillon erhalten, das in Fürstenfeldbruck stationiert wird. Es handelt sich dabei um das zweite Luftwaffenausbildungsbataillon der Bundeswehr. Das aktuell einzige Ausbildungsbataillon der Luftwaffe befindet sich in Germersheim (Rheinland-Pfalz).
„Mit der steigenden Anzahl von Rekrutinnen und Rekruten und der weiteren Umsetzung des Neuen Wehrdienstes steigt unser Bedarf an Ausbildungskapazitäten deutlich. Unser Ziel ist es, diesen unter Nutzung der bereits vorhandenen Potenziale kurzfristig zu decken“, so die Mitteilung aus dem BMVg. „Mit der Stationierung des Luftwaffenausbildungsbataillon 2 (LwAusbBtl 2) in Fürstenfeldbruck stärken wir die Ausbildungsorganisation der Luftwaffe. Wir schaffen damit kurzfristig zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten in einem ballungsraumnahen Bereich und ermöglichen vielen potenziellen Wehrdienstleistenden einen möglichst heimatnahen Einstellungsort. Wir erhöhen damit unsere Präsenz in der Fläche und können uns gleichzeitig auf vorhandene Infrastruktur sowie Ausbildungs- und Übungsmöglichkeiten abstützen.“
Der Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck kann auf eine fast hundertjährige Geschichte zurückblicken. Gegründet 1936 durch die Wehrmacht befand er sich nach dem Krieg zuerst durch die US-Luftwaffe und schließlich die deutsche Luftwaffe weiterbetrieben, bevor im Zuge der Reduzierung der Bundeswehr zwischen 2005 und 2008 außer Dienst gestellt.
Ursprünglich sollte die Bundeswehr bis 2030 komplett aus Fürstenfeldbruck abziehen. Eine Entscheidung, die nun rückgängig gemacht wurde. Zum Hintergrund der Entscheidung sagt das BMVg: „Dieser Organisationsmaßnahme der Luftwaffe ist ein wichtiger Schritt im Rahmen der flächendeckenden Einführung des Neuen Wehrdienstes und des dringlichen Aufbaus der Ausbildungskapazitäten.“
Wie der Merkur berichtet, soll das 2. Luftwaffenausbildungsbataillon zum 1. Oktober 2026 aufgestellt werden und bis 2030 auf sieben Ausbildungskompanien mit insgesamt bis zu 600 Soldaten aufwachsen. Hierfür muss allerdings auch ein mittlerweile denkmalgeschütztes Gebäude zur Unterbringung ertüchtigt werden.
Die Veränderung betrifft dabei nicht nur das neue Luftwaffenausbildungsbataillon in Fürstenfeldbruck, sondern auch das bereits existierende in Germersheim. Dieses soll eine weitere Ausbildungskompanie am Standort Diepholz erhalten, so der Merkur. Womit dann beide Bataillone über sieben Kompanien verfügen werden.
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