Die spanische Luft- und Raumfahrtstreitkraft hat offiziell Interesse an dem Kampfjet der fünften Generation KAAN bekundet und bestätigt, dass erste Gespräche mit Turkish Aerospace Industries (TAI) stattfinden.
TAI-CEO Mehmet Demirolu bezeichnete die Gespräche als zwischenstaatlich und noch in einem frühen Stadium. Zeitpläne, Stückzahlen oder formelle Vereinbarungen gebe es bislang nicht. Die Gespräche folgen auf Spaniens Vertrag über 2,6 bis 3,1 Milliarden Euro zum Kauf von 30 bis 45 Hürjet-Trainingsflugzeugen von TAI, die möglicherweise als Grundlage für die Ausbildung künftiger KAAN-Piloten dienen könnten.
Spanien stellte seine F-35-Beschaffungspläne im Jahr 2025 vor dem Hintergrund von Spannungen innerhalb der NATO und des Strebens nach größerer europäischer Autonomie zurück, während sich das FCAS-Programm voraussichtlich bis in die 2040er Jahre verzögern wird. Das Interesse an der KAAN entstand etwa im Oktober 2025, angetrieben durch die wachsenden Verteidigungsbeziehungen zwischen Spanien und der Türkei sowie durch das Potenzial des Jets für Technologietransfer, lokale Produktion und die Integration spanischer Systeme. Die Gespräche umfassen auch begleitende Drohnensysteme und passen damit zu Madrids Bedarf an einer Flottenerneuerung, da ältere Hornet-Kampfflugzeuge außer Dienst gestellt werden.
Die KAAN (TF-X) ist ein türkisches Tarnkappen-Kampfflugzeug mit zwei Triebwerken. Der Erstflug fand 2024 statt, die Einführung bei der türkischen Luftwaffe ist für 2028 bis 2029 vorgesehen. Das Flugzeug verfügt über interne Waffenschächte, ein AESA-Radar sowie elektronische Kampfführungssysteme und positioniert sich damit als nicht-US-amerikanische Alternative für NATO-Staaten wie Spanien.
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