Auch die Fertigung des dritten Flottendienstbootes der Klasse 424 startet früher als geplant. Rheinmetall Naval Systems konnte heute auf der Wolgaster Peene-Werft den Brennschnitt durchführen. Die moderne Aufklärungsplattform soll nach Übergabe an die Bundeswehr nicht nur durch die Deutsche Marine, sondern auch durch die Teilstreitkraft CIR (Cyber- und Informationsraum) genutzt werden.
Die Bundeswehr rüstet sich in manchen Bereichen schneller auf als vorgesehen. So wurde heute früher als geplant der erste Stahl des dritten und letzten Flottendienstbootes der Klasse 424 geschnitten. Auch der Bau des zweiten Bootes konnte vergangenen September bereits früher starten.
Geschwindigkeit ist heute ein sicherheitsrelevanter Faktor – und genau hier setzen wir an
– Tim Wagner, CEO der Rheinmetall-Division Naval Systems
„Der vorgezogene Brennstart, mit dem sich nun alle Schiffe dieser Klasse im Bau befinden, ist weit mehr als ein technischer Meilenstein – er ist ein strategisches Signal“, sagte Tim Wagner, CEO der Rheinmetall-Division Naval Systems. Als Industriepartner leiste Rheinmetall Naval Systems einen Beitrag für eine beschleunigte Aufrüstung.
Flottendienstboot der Klasse 424 – Nummer Drei
Die drei Flottendienstboote der Klasse 424 werden hochmoderne Aufklärungsplattformen, die der Bundeswehr für die seegestützte Informationsgewinnung dienen.
Ausgestattet mit modernster Sensorik, erfüllen sie laut Hersteller die neuesten militärischen Anforderungen an zukunftsfähige Marineschiffe. Die neuen Schiffe sollen perspektivisch die älteren Einheiten der von 1986 bis 1989 gebauten OSTE-Klasse ersetzen.
Überblick Flottendienstboote Klasse 424
- Länge: 130 Meter
- Verdrängung: bis zu 4.000 Tonnen
- Sensorik: elektronische, hydro-akustischen und elektro-optische Sensoren
- Einsatzprofil: Aufklärungsplattform für seegestützte Informationsgewinnung
- Nutzer: Deutsche Marine und Cyber- und Informationsraum (CIR)
- Gesamtstückzahl: 3 Schiffe
- Hersteller: Rheinmetall Naval Systems
- Indienststellung: Ab 2029
Der vorgezogene Fertigungsstart aller drei Schiffe dieser Klasse zeigt laut Rheinmetall, dass die deutsche Rüstungsindustrie unter Druck liefern könne. In Zeiten geopolitischer Unsicherheit sei eine solche Beschleunigung nicht nur ein technischer Meilenstein, sondern auch als sicherheitspolitisches Signal zu verstehen.
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