Am Hamburger Rheinmetall-Standort Blohm+Voss ist laut einer aktuellen Meldung des Unternehmens die Serienproduktion des Kraken K3 Scout gestartet. Das Unmanned Surface Vessel (USV) wird durch die neue Rheinmetall-Division Naval Systems gemeinsam mit dem britischen Joint Venture-Partner Kraken Technology angeboten. Laut Rheinmetall ist die unbemannte Überwasserplattform sowohl für den militärischen als auch den zivilen Anwendungsbereich geeignet.
Bereits im vergangenen Jahr schlossen die NVL und das britische Tech-Unternehmen Kraken Technology Group ein Joint Venture zur Produktion unbemannter Überwasserfahrzeuge in Deutschland. Die Übernahme des norddeutschen Schiffbauers durch Rheinmetall beinhaltete auch das Joint Venture, welches ab sofort unter dem Namen „Rheinmetall Kraken GmbH“ firmiert.
„Die Gründung der Rheinmetall Kraken GmbH vereint die Größe, Expertise und Reichweite eines führenden Unternehmens aus der Verteidigungsindustrie mit einem agilen und innovativen Unternehmen für maritime Technologie“, erklärte Mal Crease, CEO der Kraken Technology Group. Das Joint Venture solle sicherstellen, dass die Produktion des Kraken K3 Scout an die „exponentiell wachsenden operativen Anforderungen“ angepasst werden könne.
Serienproduktion: K3 Kraken
Je nach Konfiguration können die K3 Kraken für unterschiedliche Aufträge eingesetzt werden. Denkbar sind die Überwachung von Seegebieten zum Schutz kritischer Infrastruktur oder der Einsatz als Waffenträger für militärische Operationen.
Die achteinhalb Meter langen Boote können bis zu 55 Knoten schnell werden und rund 600 Kilogramm Nutzlast mitführen. Ihren Einsatz durch einen menschlichen Bediener wurde jüngst im Hamburger Hafen demonstriert (Defence Network berichtete). An diesem Hamburger Rheinmetall-Standort Blohm+Voss lief jetzt auch ganz offiziell die Serienproduktion an.
„Die Produktion des Kraken K3 Scout ist zunächst auf rund 200 Stück pro Jahr ausgelegt. Je nach Auftragslage können wir die Produktion auf bis zu 1.000 Einheiten jährlich hochfahren“, erklärte Tim Wagner, CEO der Rheinmetall-Division Naval Systems.
Die Rheinmetall Kraken GmbH sei mit ihrer Serienproduktion jedoch auf Wachstum ausgelegt. Wagner erläuterte gegenüber Defence Network: „Wir wollen relativ schnell auch den K3 Heavy hier in Hamburg bauen.“ Prinzipiell können alle Kraken-Modelle in Hamburg gebaut werden.
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