Spanien verstärkt sich mit 16 Airbus C295

Das spanische Verteidigungsministerium hat 16 Airbus C295 in den Konfigurationen Seefernaufklärungsflugzeug (MPA) und Seeüberwachungsflugzeug (MSA) bestellt. Der Auftragswert beträgt 1,695 Milliarden Euro. Dies gab Airbus am 20. Dezember in einer Pressemeldung bekannt.

C295 in den Konfigurationen Seefernaufklärungsflugzeug (MPA) und Seeüberwachungsflugzeug (MSA)
C295 in den Konfigurationen Seefernaufklärungsflugzeug (MPA) und Seeüberwachungsflugzeug (MSA)
Foto: Airbus

Die neuen Flugzeuge werden durch die spanischen Luft- und Raumfahrtkräfte sowie die spanische Marine eingesetzt und versetzen diese in die Lage versetzen, die nationalen Fähigkeiten zur U-Boot-Jagd zu stärken und ihre Überwachungs-, Aufklärungs- und Such- und Rettungseinheiten zu erweitern und zu verbessern.

„Die Flugzeuge werden vollständig in Spanien konstruiert und gefertigt, was den industriellen Fußabdruck und die Souveränität des Landes stärkt“, sagte Mike Schoellhorn, CEO von Airbus Defence and Space. „Insbesondere die Version Maritime Patrol ist die bisher komplexeste Missionskonfiguration der C295. Es handelt sich um ein bedeutendes Entwicklungsprojekt, bei dem die neuesten Technologien zusammengeführt werden, um unserem Kunden einen operativen Vorteil zu verschaffen.“

Der Vertrag umfasst auch Ausbildungssysteme (Full Flight Simulator und Mission System Simulator) und ein erstes Logistikpaket.

Das C295 MPA wird die Aufgaben der P-3 Orion-Flotte übernehmen, die bereits Ende 2022 ausgemustert wurde und seitdem eine Fähigkeitslücke hinterließ. Es wird für die U-Boot-Jagd, die Bekämpfung von Über- und Unterwassergefahren sowie für Nachrichten-, Überwachungs- und Aufklärungseinsätze (ISR) ausgerüstet sein. Außerdem wird es in der Lage sein, Waffen wie Torpedos und andere Waffensysteme mitzuführen und einzusetzen.

Verbesserte Aufklärung für Spanien dank 16 neuer Maschinen vom Typ C295.
Verbesserte Aufklärung für Spanien dank 16 neuer Maschinen vom Typ C295.
Foto: Airbus

Die MPA-Konfiguration wird in hohem Maße vernetzt und in der Lage sein, mit anderen Plattformen in verschiedenen Bereichen zusammenzuarbeiten. Das Flugzeug kann zu einer fliegenden Kommandozentrale umgerüstet werden, die den spanischen Streitkräften die Vielseitigkeit bietet, ein breites Spektrum an Missionen auszuführen.

Neben den P3 ORION werden durch die C295 MSA auch die CASA/IPTN CN-235 VIGMA-Flotte verstärken und in Teilen ersetzen. Diese ist seit 2008 bei den spanischen Luft- und Raumfahrtkräften im Einsatz. Sie wird in erster Linie für See- und Überlandeinsätze wie die Bekämpfung von Schmuggel, illegaler Einwanderung und Drogenhandel sowie für nationale und internationale Such- und Rettungseinsätze (SAR) ausgerüstet sein. Zwischen beiden Konfigurationen wird es ein hohes Maß an Synergie geben. Die spanischen Luft- und Raumfahrtkräfte betreiben auch eine Flotte von 13 Airbus C295 in Transportkonfiguration.

Die Airbus C295 ist eine Twin-Turboprop Maschine, die in den Konfigurationen Transport; Maritime Surveillance sowie AWACS (Airborne Early Warning and Control System) eingesetzt wird. Nutzer sind bisher Belgien, Spanien, Frankreich, Serbien, Kanada, Indonesien, Türkei und viele andere Staaten eingesetzt wird. Insgesamt gibt es 32 Nutzernationen. Für die Türkei und Jordanien wurde zudem ein AC-235 Gunship entwickelt. Je nach Variante wird die Nutzlast mit 7.050 kg oder 9,.250 kg. Das Luftfahrzeug kann auf extrem kurzen Startbahnen landen und starten (844 m bis 934 m), sogar auf unbefestigten. Die Reichweite variiert, in Abhängigkeit von Variante und Beladung, zwischen 840 n mile (1,555 km) und 2,900 n mile (5,370 km).

André Forkert

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