Die deutschen Spezialkräfte setzen für ihr neues und leichtes Luftlandefahrzeug auf ein Design, das sich bereits seit Jahren in den israelischen Special Forces bewährt: Den TAHR. Dieser basiert auf dem ZD von IAI Elta und wird in einem Joint Venture zwischen dem deutschen Unternehmen FFG mit der israelischen Firma hergestellt. Auf der Enforce Tac informierte sich Defence Network über die Fähigkeiten jenes Fahrzeugs, von dem die Bundeswehr bis zu 200 Stück unter Vertrag nahm.
Eine der großen Besonderheiten des TAHR ist das Verhältnis von Gewicht zur Traglast (weight to payload ratio), das bei diesem Fahrzeug bei nahezu Eins zu Eins liegt, wie Defence Network bei den Unternehmensvertretern vor Ort erfahren konnte. Hierdurch erlaubt das System den Einbau von vielen verschiedenen Nutzlasten bei gleichzeitig sehr geringem Gewicht. So können – nimmt man Hubschrauber als Beispiel – zwei TAHR durch eine CH-53 oder ein TAHR durch eine CH-47 (neuer Schwerer Transporthubschrauber der Bundeswehr) transportiert werden.
Diese Fähigkeiten des israelischen Systems überzeugten auch die deutschen Streitkräfte. Erst Ende Oktober 2025 hatte das BAAINBw mit der Flensburg Technology Systems GmbH einen Rahmenvertrag zur Lieferung von bis zu 200 dieser leichten luftlandefähigen Fahrzeuge für die Spezialkräfte geschlossen.
Hergestellt werden die Luftlandefahrzeuge in Flensburg durch ein Joint Venture zwischen FFG und IAI Elta. Ein Vertreter des Unternehmens berichtete dem Defence Network während der Enforce Tac, dass die ersten TAHR zu Beginn des Jahres 2027 an die Bundeswehr gehen sollen.
Beschafft werden die TAHR dabei in zwei Varianten: Das leichte luftlandefähige Einsatz- und Gefechtsfahrzeug, kurz EGF, mit variabler Bewaffnung und missionsabhängiger Ausrüstung ist aufgrund seiner Vielseitigkeit für unterschiedliche Einsatzprofile geeignet. Das ebenfalls luftlandefähige leichte Unterstützungsfahrzeug, kurz UstgFzg, kann ergänzend für Materiatransporte genutzt werden. Beide stellen eine in der Bundeswehr neu eingeführte Fahrzeugklasse im Bereich von 3,2-Tonnen dar, welche auf die hohen Anforderungen von Spezialkräften zugeschnitten ist.
Im Unterschied zum israelischen ZD wird die deutsche Version dabei durch Diesel betrieben, während Israel auf Benzin setzt. Ebenfalls unterschiedlich ist der Käfig (Bundeswehr) zu den Rollbügeln (Israel). Doch vieles bleibt gleich, sodass die Erfahrungen der israelischen Spezialkräfte direkt den deutschen Nutzern zugute kommen.
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