Der schwedische Funktionsbekleidungshersteller Woolpower aus Östersund stellt auf der Enforce Tac in Nürnberg (7A-434) erstmals seine neue Fähigkeit zur Herstellung gewobener Netzstrukturen vor. Das Textil, derzeit noch unter der Arbeitsbezeichnung „Woolpower-Mesh“ geführt, besteht zu 100 Prozent aus Merinowolle und wurde nach fünfjähriger Entwicklungszeit gestern der Öffentlichkeit präsentiert.
Die besondere Herausforderung lag dabei im Material selbst: Merinowolle ist als Garn nicht elastisch. Ziel der Entwickler musste es sein, ein elastisches Netzgewebe zu schaffen, dessen einzelne Maschen formstabil, belastbar und langlebig bleiben. Die Balance zwischen Dehnbarkeit und struktureller Festigkeit stellt sich als technisch anspruchsvoll heraus.
Militärische Anwender benötigen robuste und zugleich klimaregulierende Bekleidung – wie das Beispiel der Nordic Combat Uniform zeigt. Defence Network konnte das Gesamtsystem kürzlich unter arktischen Bedingungen testen. Woolpower ist mit einem Basis-Layer aus Merinowolle an der Uniform beteiligt.
Auf der Messe zeigte Woolpower verschiedene Ober- und Unterteil-Konfigurationen, bei denen Mesh-Zonen gezielt mit klassischen Wollstoff-Flächen kombiniert werden. So bestehen etwa Schulterpartien oder andere stark beanspruchte Bereiche aus dichterem Material, um empfindliche Stellen – beispielsweise beim Tragen schwerer Rucksäcke oder Schutzwesten – zusätzlich zu schützen.
Merino-Mesh von Woolpower
Die gezeigten Textilien seien jedoch nicht als fertige Produkte zu verstehen, sondern als Demonstratoren. Welche Bereiche eines Wäschestücks Netz und welche aus durchgängigem Stoff gefertig werden, oblige der Kundenanforderung, so ein Unternehmenssprecher gegenüber Defence Network.
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