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100te weitere deutsche Roboter für die Ukraine

Nicht nur Russland setzt im Krieg auf Masse, auch die Ukraine muss zur Verteidigung diesen Wellen standhalten und setzt dabei auch auf Roboter aus Deutschland. Heute verkündete das Unternehmen ARX Robotics, das erst vor wenigen Jahren als Vision des ehemaligen deutschen Soldaten Marc Wietfeld begann, dass es weitere hunderte Roboter des Typs GEREON an die Ukraine liefern werde. Parallel würde die Produktion an mehreren Standorten hochgefahren, um den Ausbau vor allem der unbemannten Logistik an der Front zu stärken.

In der Ukraine eingesetzter Kampfroboter Gereon von ARX Robotics. Unter anderem durch eine Partnerschaft mit Helsing wurde die Intelligenz der Systeme erweitert.
In der Ukraine eingesetzter Kampfroboter Gereon von ARX Robotics.
Foto: ARX Robotics

„Wir erleben gerade einen klaren Wandel moderner Gefechtsführung: Unbemannte Bodensysteme sind keine Nischenfähigkeit mehr, sondern entwickeln sich zu einem zentralen Enabler und künftigem Rückgrat der Frontlogistik“, betont Marc Wietfeld, CEO und Mitgründer von ARX Robotics. „Die Realität im Einsatz zeigt, dass UGV unverzichtbar geworden sind zur Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit, zur Reduzierung von Risiken für Soldaten und zur Sicherung der operativen Überlegenheit. ARX Robotics steht bereit, Partner bei akuten Sicherheitsherausforderungen mit unbemannten Landsystemen zu unterstützen, die schnell einsetzbar, anpassungsfähig und skalierbar sind. Mit diesem Auftrag zeigen wir, dass europäische Verteidigungstechnologie in der Lage ist, im Tempo moderner Gefechtsfelder zu agieren – und dort zu liefern, wo es entscheidend ist.“

Der neue Beschaffungsauftrag erfolgt vor dem Hintergrund einer schnellen und massiven Skalierung von Robotern durch die Ukraine. Deren Streitkräfte planen, alleine im ersten Halbjahr 2026 über 25.000 neue Systeme zu beschaffen, um die Frontlogistik konsequent auf unbemannte Lösungen umzustellen. ​

„Unbemannte Bodenfahrzeuge verändern das Gefechtsfeld grundlegend und verschaffen modernen Streitkräften in komplexen Einsatzräumen einen klaren operativen Vorteil“, erläutert Igor Kornilov, CEO von ARX Robotics Ukraine. „Dieser Auftrag geht über die reine Lieferung hinaus – er markiert einen entscheidenden Schritt beim gemeinsamen Aufbau zentraler Fähigkeiten mit den ukrainischen Streitkräften. Die enge Abstimmung ermöglicht es uns, Feedback schnell umzusetzen und unsere Systeme kontinuierlich an reale Anforderungen anzupassen. Gleichzeitig bauen wir unsere Schulungskapazitäten vor Ort weiter aus, um Wirkung und Sicherheit im Einsatz zu erhöhen.“

Die Fähigkeiten des Roboters Gereon

Deutschland hatte beginnend mit 2025 die ersten Gereon an die Ukraine geliefert, nachdem im Vorfeld der Roboter mit Erkenntnissen aus dem Krieg weiterentwickelt worden war. Der Gereon RCS besitzt dabei im Vergleich zu anderen UGV seiner Klasse eine deutlich geringere Größe, da er auf Verlegefähigkeit ins Einsatzgebiet in einem handelsüblichen Fahrzeug hin entwickelt wurde. Dementsprechend wurde die Größe gewählt, sodass der Gereon RCS in einen Sprinter passt, in ein langes Modell sogar drei hintereinander. Dennoch schafft es der Roboter, Nutzlasten von bis zu 500 kg zu tragen.

Eine weitere Besonderheit des Roboters ist, dass alle zusätzlichen Aufbauten und Sensoren einfach integrierbar sind, fünf dafür vorgesehene Schraubflächen stehen hierfür bereit. Zudem ist die Software flexibel genug ausgelegt, dass alle zusätzlichen Systeme – Sensoren, Effektoren, Drohnen, Funkrelais – in das System von ARX integriert werden können und dieses stellt dann die Daten als eine Source den nationalen Battle Management Systemen (BMS) zur Verfügung.

Die Reichweite des Gereon liegt bei rund 40 km, die Höchstgeschwindigkeit bei etwa 30 km/h. Dank der Modularität sind mittlerweile verschiedenste Versionen vorhanden, jüngst auf der Enforce Tac wurde dieser Roboter beispielsweise in der Version Panzerabwehr gezeigt (wir berichteten).

Lieferung an die Ukraine

Die nun an die Ukraine gelieferten Roboter sollen in missionskritischen Bereichen eingesetzt werden, so das Unternehmen. Dazu zählen vor allem Logistik, Verwundetentransport, Nachschub sowie Operationen in hochbedrohlichen Umgebungen, die andernfalls ein erhöhtes Risiko für Soldaten darstellen würden. ARX Robotics erläutert, dass zusätzliche Nutzlasten und Einsatzkonfigurationen im weiteren Verlauf integriert werden können, abhängig von operativen Anforderungen und in enger Abstimmung mit den Streitkräften.

Im Zuge der Flottenerweiterung baut das Unternehmen zudem gemeinsam mit lokalen Zulieferern seine industrielle Präsenz in der Ukraine weiter aus, unterstützt durch beschleunigte Lieferprozesse, vertiefte industrielle Zusammenarbeit und eine widerstandsfähige Lieferkette. ​Auch Schulungs- sowie technische Unterstützungskapazitäten für die Einsatzkräfte werden erweitert, so die Meldung aus dem Unternehmen. Das kontinuierliche Feedback aus den Streitkräften der Ukraine sorgt wiederum dafür, dass die Roboter immer am Einsatz und den Realitäten des Krieges ausgerichtet bleiben.

Auch Deutschland untersucht im Übrigen den Gereon, in der Bundeswehr unter anderem für den Einsatz bei den Mittleren Kräften.

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