Greyshark – Unterwasserdrohne für maritime Aufklärung

Der Greyshark verspricht eine neue Fähigkeit für die maritime Überwachung. Das unbemannte Unterwasserfahrzeug von EUROATLAS und EvoLogics bietet weitreichende Sensorik, Schwarmtechnologie und eine beeindruckende Reichweite. Noch in diesem Jahr soll die erste Serienversion verfügbar sein. Auf der XPONENTIAL Europe 2025 in Düsseldorf wurde die Unterwasserdrohne im Maßstab 1:1 vorgestellt.

Illustration des Greyshark von EuroAtlas und EvoLogics zur Unterwasseraufklärung und zur Überwachung von kritischer Infrastruktur.
Der Greyshark von EuroAtlas und EvoLogics zur Unterwasseraufklärung und zur Überwachung von kritischer Infrastruktur.
Illustration: EuroAtlas

Beim Greyshark ging alles ganz schnell: Vor nicht einmal zwei Jahren entstand bei EUROATLAS die Idee für ein unbemanntes Unterwasserfahrzeug, das speziell für Aufklärungsmissionen und den Schutz kritischer Infrastruktur eingesetzt werden sollte. Die erste Testfahrt im Schleppkanal ist absolviert, im März geht es für den Greyshark ins offene Wasser und Ende des Jahres soll die Serienversion stehen.

Mit seiner modularen Sensorik kann es maritime Bereiche überwachen, Schiffe identifizieren und gezielt nach Bedrohungen wie Minen suchen. Besonders effektiv gelingt das im Schwarm, wobei die einzelnen „grauen Haie“ einen Abstand von 2,1 Kilometer zueinander haben können, um noch aktiv miteinander kommunizieren zu können. Für die Übertragung einer Lage in Echtzeit reicht es dann, wenn ein Greyshark wie mit einem Periskop über der Wasseroberfläche eine Satellitenverbindung herstellt.

Für Navigation, Sensorik, Intelligenz der Unterwasserdrohne zeigt sich EvoLogics verantwortlich für Hülle und Antrieb EUROATLAS aus Bremen. Auf der Euronaval 2024 konnte der Greyshark das erste Mal vorgestellt werden und stieß dort bereits auf sehr großes Interesse.


Technische Daten des Greyshark:

  • Tiefe: 650 m (4000 m – Phase 2)
  • Reichweite: 1.100 Seemeile (ca. 2.000 km)
  • Reisegeschwindigkeit: 10 Knoten
  • Gewicht: ca. 3,5 t
  • Länge: etwa 6,5 m
  • Betriebstemperatur: -3 °C bis +45 °C
  • Lagertemperatur: -30 °C bis +75 °C
  • Interoperabilität, Objekterkennung und objektspezifisches Verhalten
    Kollisionsvermeidung, Schwarmfähigkeit, Situationsprotokolle

Aktuell wird der Greyshark sowohl in einer Batterieversion als auch in einer Brennstoffzellenversion entwickelt. Letztere wird nicht nur bei Kälte länger durchhalten, sondern in der sogenannte „Grundleger-Version“ auch die Fähigkeit des Horchens ermöglichen würde.

Der Greyshark im Maßstab 1:1 auf der XPONENTIAL Europe 2025 in Düsseldorf.
Der Greyshark im Maßstab 1:1 auf der XPONENTIAL Europe 2025 in Düsseldorf.
Foto: CPM / Navid Linnemann

Schutz für kritische Infrastrukturen unter Wasser – Greyshark

Dank seiner Schwarmfähigkeit lassen sich mehrere Greyshark-Fahrzeuge koordiniert einsetzen, um große Gebiete effizient abzudecken. Aus diesem Grund bietet sich das Unterwasserfahrzeug auch zur Überwachung kritischer Infrastruktur – wie beispielsweise Pipelines und Kabeln in der Ostsee – an.

Auch neu im Sortiment: Verbesserte Nachtsicht für gepanzerte Fahrzeuge

Neben dem Greyshark stellte EuroAtlas auf der XPONENTIAL Europe 2025 in Düsseldorf auch eine Weiterentwicklung seiner Thermalkamera vor. Diese wurde speziell für militärische Fahrzeuge entwickelt. Als Nachrüstlösung ersetzt das Wolf Eye Vision System klassische Winkelspiegel und kann innerhalb weniger Minuten in bestehende Systeme wie integriert werden.

Auch auf der XPONENTIAL Europe 2025 in Düsseldorf: Die Thermalkamera für gepanzerte Fahrzeuge von EuroAtlas.
Auch auf der XPONENTIAL Europe 2025 in Düsseldorf: Die Thermalkamera für gepanzerte Fahrzeuge von EuroAtlas.
Foto: CPM / Navid Linnemann

Die Kamera liefert ein nahezu verzögerungsfreies Bild in Echtzeit – ein entscheidender Vorteil für Fahrzeuge, die mit hoher Geschwindigkeit operieren. Anders als herkömmliche Systeme mit Bildverarbeitung verzichtet diese Lösung auf aufwendiges Processing, wodurch Verzögerungen im Millisekundenbereich bleiben.

Bereits jetzt wird die Technologie in gepanzerten Fahrzeugen wie dem MiRPz Keiler, sowie der Piranha- und die Leopard-Familie eingesetzt. Dank der hohen Bildqualität ermöglicht sie eine präzise Navigation auch bei völliger Dunkelheit und verbessert die Rundumsicht für Besatzungen in kritischen Einsatzsituationen.

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