Die Langstrecken-Hyperschallwaffe Dark Eagle der US-Armee wird bald – und damit früher als ursprünglich geplant – in Deutschland stationiert werden. Dies ist Teil der Bemühungen, die Fähigkeiten der NATO zur Abwehr russischer Aggressionen zu stärken.
Diese Hyperschall-Boost-Glide-Rakete, die Geschwindigkeiten von über Mach 5 und Reichweiten von mehr als 2.700 bis 3.000 km erreicht, schließt Lücken in den derzeitigen bodengestützten Fähigkeiten der NATO. Laut israelischen Verteidigungsexperten verbessert Dark Eagle die Fähigkeit der NATO, Russlands Anti-Zugangs-/Gebietsverweigerungsstrategien zu kontern, indem sie hochwertige Ziele wie mobile Kommandozentralen, Raketenwerfer und Luftabwehrsysteme tief im russischen Territorium ins Visier nimmt.
Dank ihrer Hyperschallgeschwindigkeit und Manövrierfähigkeit ist Dark Eagle nahezu unabfangbar und ermöglicht schnelle Angriffe auf zeitkritische Ziele, die mit langsameren Marschflugkörpern oder Kurzstreckensystemen wie ATACMS nicht effektiv erreicht werden können. Der Einsatz von Dark Egale erfolgt im Rahmen der 2nd Multi-Domain Task Force der US-Armee zusammen mit Tomahawk- und SM-6-Raketen, um nach der Invasion der Ukraine durch Russland und dem Zusammenbruch des INF-Vertrags Entschlossenheit zu signalisieren.
Dark Eagle in Deutschland: Präzision hat Vorrang vor Masse
Deutschland wurde aufgrund seiner etablierten US-Militärinfrastruktur, darunter die 41. Artilleriebrigade und das 56. Artilleriekommando, sowie seiner Rolle als Logistikzentrum der NATO als Standort für den Einsatz des Dark Eagle ausgewählt. Durch die Stationierung in Deutschland werden höhere Eskalationsrisiken einer Stationierung an der Ostflanke wie beispielsweise in Polen vermieden, während gleichzeitig eine mobile Neupositionierung in Krisenfällen möglich ist. Es ist nur eine kleine Batterie mit vier Abschussvorrichtungen mit jeweils zwei Raketen geplant, wodurch der Umfang begrenzt wird, aber Präzision Vorrang vor Masse hat.
Wie auf dem NATO-Gipfel 2024 angekündigt, ist die erste Stationierung von Dark Eagle für 2026 geplant, aber laut Quellen werden Anstrengungen unternommen, um den Prozess zu beschleunigen.
Russland feuert Mittelstreckenrakete auf Ukraine
Wie Defence Network berichtete, wurde ein kürzlich erfolgter russischer Angriff auf ein Ziel in der Ukraine mit der ballistischen Mittelstreckenrakete (IRBM) Oreschnik durchgeführt. Basierend auf dem RS-26 „Rubezh”-ICBM-Programm ist Oreschnik eine experimentelle russische ballistische Mittelstreckenrakete (IRBM), die laut Pentagon über nukleare Fähigkeiten verfügt. Sie soll konventionelle oder nukleare Sprengköpfe tragen können und eine Reichweite haben, mit der sie jedes Ziel in Europa treffen könnte.
Mit einer geschätzten Kapazität von sechs Sprengköpfen, die jeweils zahlreiche Submunitionen abwerfen, scheint die Rakete mit einem MIRV-System (Multiple Independently Targetable Re-entry Vehicle) oder einer MIRV-ähnlichen Nutzlast ausgestattet zu sein, wodurch sie in der Endphase ein komplexes Multi-Objekt-Profil aufweist.
Laut westlichen Quellen erreicht die Nutzlast von Oreschnik Endgeschwindigkeiten von etwa Mach 10–11 mit einer hohen, gewölbten Flugbahn, die die Wiedereintrittsgeschwindigkeit maximiert. Solche hyperschallschnellen, sich bewegenden Sprengköpfe und Submunitionen erschweren die Verfolgung und Unterscheidung für Systeme wie Patriot oder Aegis und verkürzen die Warn- und Einsatzzeiten.
Die MIRV-fähigen, sich bewegenden hyperschallschnellen Wiedereintrittsfahrzeuge sind laut Analysten speziell dafür ausgelegt, bestehende Raketenabwehrsysteme zu umgehen oder zu überlasten, indem sie zahlreiche schnelle, schwer zu verfolgende Objekte präsentieren, die sich fast gleichzeitig nähern.
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