Die 189. Auslandsausbildungsreise führte die „Gorch Fock“ unter dem Kommando von Kapitän zur See Elmar Bornkessel über den Atlantik. Die Reise führte über Bayonne (Frankreich), Las Palmas (Gran Canaria, Spanien), Hamilton (Bermuda), Norfolk, Baltimore, New York und Boston (USA) sowie Halifax (Kanada) und Reykjavik (Island). Während die Hinreise über die südliche Route mit den Passatwinden über den Atlantik nach Westen führte, wurde die Rückreise über die nördliche Route durch die Westwindzone angetreten.
Zu den besonderen Höhepunkten zählte die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten. Ein eindrucksvoller Moment war dabei der 4. Juli 2026 in New York, als die „Gorch Fock“ im Rahmen der Feierlichkeiten vor der Kulisse Manhattans an der Freiheitsstatue vorbeilief. Anschließend nahm der Großsegler gemeinsam mit seinen Schwesterschiffen an der Regatta um die Five Sister Trophy teil und konnte die Trophy nach dem letztmaligen Gewinn vor 50 Jahren erneut für sich entscheiden. Auch die letzte Etappe von Halifax nach Reykjavik bot mit der Überquerung des Polarkreises, der Sichtung von Eisbergen und Polarlichtern sowie dem Blick auf das grönländische Festland weitere besondere Eindrücke.
„Gorch Fock“: Mit bis zu 230 Besatzungsmitgliedern voll ausgelastet
Die „Gorch Fock“ war während dieser langen Reise personell voll ausgelastet und zählte zeitweise bis zu 230 Besatzungsmitglieder. Insgesamt absolvierten 240 Offizieranwärterinnen und Offizieranwärter in drei Törns an Bord ein herausforderndes Training, das angehende Marineoffiziere in einer einzigartigen maritimen Umgebung an praktische Seemannschaft, Teamwork, Kameradschaft und Durchhaltevermögen heranführt. Neben der obligatorischen Ausbildung der Kadetten reisten auch 50 junge Soldatinnen und Soldaten des freiwilligen Wehrdienstes mit, die sich über das Work & Travel-Programm der Marine beworben hatten. Diese besondere Zusammensetzung aus Offizieranwärterinnen und Offizieranwärtern sowie über das Work & Travel-Programm ausgewählten Soldatinnen und Soldaten machte die Reise auch personell zu einer außergewöhnlichen Ausbildungsfahrt.
Das Resümee des Kommandanten, Kapitän zur See Elmar Bornkessel, fällt mehr als positiv aus. Aus seiner Sicht war diese besondere Ausbildungsreise ein voller Erfolg. „Die Reise hat die klassische Ausbildung der Offizieranwärterinnen und Offizieranwärter mit der diplomatischen Rolle unseres Segelschulschiffes auf besondere Weise verbunden. Dabei war die Five Sister Trophy für uns mehr als ein sportlicher Wettbewerb: Der Gewinn steht für die Qualität unserer Ausbildung, gelebten Teamgeist und die Leistungsfähigkeit von Schiff und Besatzung.“
Quelle: Presse- und Informationszentrum Marine