Israel: Streit um Luftunterstützung am Boden

Soll die IDF-Infanterie ihre eigene „Luftwaffe“ haben? Der dramatische Anstieg der Rolle verschiedener Arten von UAVs, die von den Bodentruppen der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) im Kampf eingesetzt werden, hat die Frage erneut auf die Tagesordnung gesetzt.

UAVs wie die Elbit SkyLark werden vom Artilleriekorps der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) betrieben und bieten einer Vielzahl von Bodenformationen wichtige Feuerunterstützung und Überwachung. Das Kommando der Bodentruppen drängt auf eine autonome UAV-Luftwaffeneinheit.
UAVs wie die Elbit SkyLark werden vom Artilleriekorps der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) betrieben und bieten einer Vielzahl von Bodenformationen wichtige Feuerunterstützung und Überwachung. Das Kommando der Bodentruppen drängt auf eine autonome UAV-Luftwaffeneinheit.
Foto: Elbit

Derzeit betreiben die israelischen Bodentruppen ausschließlich die Elbit-SkyLark-UAV – ein taktisches Mini-UAV-System (UAS), das sowohl für abgesessene Einsätze als auch für den fahrzeuggestützten Betrieb optimiert ist. Dieses taktische UAV ist gegenwärtig das einzige unbemannte System dieser Art, das von den Bodentruppen eingesetzt wird, abgesehen von einigen kleinen Multirotor-Drohnen.

Die stärkste Forderung besteht darin, den Bodentruppen die direkte Kontrolle über mehr UAV-Typen zu geben, anstatt sie über die zentrale Einsatzsteuerung der Luftwaffe anzufordern.

Das Hauptargument dafür betrifft vor allem Reaktionsfähigkeit und Autonomie: Bodeneinheiten benötigen während chaotischer Manöverkämpfe häufig sofortige ISR-Unterstützung (Aufklärung, Überwachung und Informationsgewinnung), Nachschub, Relaisfunktionen sowie Unterstützung bei der Drohnenabwehr. Von der Luftwaffe kontrollierte Systeme können dabei zu zentralisiert sein oder eher für operationelle Aufgaben auf Kriegsschauplatzebene optimiert sein.

Israel: UAVs unter dem Kommando der Bodentruppen?

Israelische Experten beschreiben ausdrücklich ein alternatives Modell, bei dem die meisten UAVs innerhalb der Bodentruppen aufgebaut und direkt unter deren Kommando betrieben werden, während sich die Luftwaffe auf Tiefenschläge, Luftüberlegenheit und Raketenabwehr konzentriert.

Der Widerstand gegen diese Idee ist derzeit jedoch groß. Er basiert auf der Auffassung, dass sich Fähigkeiten doppeln und höhere Kosten verursachen würde.

Ein weiteres Anliegen betrifft die Fragmentierung von Führung und Kontrolle. Eine separate Luftstreitkraft der Bodentruppen könnte die Koordination verschlechtern, konkurrierende Doktrinen schaffen und die Fähigkeit der Luftwaffe beeinträchtigen, knappe luftgestützte Ressourcen über den gesamten Kriegsschauplatz hinweg optimal einzusetzen.

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