Joint Venture 2 & 3 – Quantum Systems baut ukrainisches Verteidigungsportfolio aus

Es sind die Joint Ventures zwei und drei, die Quantum Systems gestern mit ukrainischen Unternehmen in Berlin verkünden konnte. Anlass waren der Besuch von Präsident Wolodymyr Selenskyi und die damit einhergehenden Regierungskonsultationen in der deutschen Hauptstadt. Die dort geschlossenen Partnerschaften mit WIY Drones und Tencore knüpfen an das erfolgreiche Modell von Quantum Frontline Industries an und erweitern das Portfolio der Initiative „Build with Ukraine“.

Joint Venture 2 & 3 – Quantum Systems baut ukrainisches Verteidigungsportfolio aus.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz lassen sich in Berlin Drohnen erklären, die bald von Joint Ventures mit Quantum Systems gebaut werden sollen.
Foto: Quantum Systems

Als erstes Joint Venture ist Quantum WIY Industries (QWI) zu nennen: das Ergebnis einer engeren Zusammenarbeit zwischen Quantum Systems und WIY Drones. Ziel des Gemeinschaftsunternehmens ist es, Luftverteidigungsfähigkeiten auszubauen – insbesondere durch die Weiterentwicklung von Abfangdrohnen und verwandter Technologien.

Die Zusammenarbeit läuft bereits und gipfelt bisher in dem Auftrag der ukrainischen Streitkräfte, die 15.000 STRILA-Drohnen von WIY Drones in Deutschland zu produzieren. Mit QWI steht dafür nun eine eigene Firma zur Verfügung.

Eine Abfangdrohne STRYLA aus deutsch-ukrainischer Produktion.
Eine Abfangdrohne STRYLA aus deutsch-ukrainischer Produktion.
Foto: Quantum Systems

„Was wie eine kleine Unterschrift auf einem Dokument erscheinen mag, ist ein Beitrag dazu, den Himmel über der Ukraine sicherer zu machen“, beschrieb der nicht namentlich genannte CTO von WIY Drones die Gründung von QWI. Er sei den deutschen Partnern und dem Team von Quantum Systems sehr dankbar für das Vertrauen und die Unterstützung.

Weiteres Joint Venture für Bodensysteme

Mit Quantum Tencore Industries (QTI) erweitert Quantum Systems sein Engagement für die Ukraine auch auf den Bereich unbemannter Landfahrzeuge. Das Joint Venture mit Tencore konzentriert sich darauf, bewährte Bodensysteme in Serie zu produzieren und technologisch weiterzuentwickeln.

„Die Zukunft der Verteidigung findet über alle Domänen hinweg statt“, erklärte Hendrik Kramer, Vice President Land Domain bei Quantum Systems. „Mit Quantum Tencore Industries verbinden wir reale Einsatzerfahrungen aus der Ukraine mit fortschrittlicher Autonomie und industrieller Leistungsfähigkeit, um die nächste Generation von unbemannten Bodensystemen zu gestalten.“

Quantum Tencore Industries (QTI) erweitert Quantum Systems seine Initiative „Build with Ukraine“ auf den Bereich der Land- bzw. Bodensysteme.
Quantum Tencore Industries (QTI) erweitert Quantum Systems seine Initiative „Build with Ukraine“ auf den Bereich der Land- bzw. Bodensysteme.
Foto: Quantum Systems

Erst vor Kurzem war Quantum Systems mit einem eigenen Bodensystem in die Domäne Land vorgestoßen: Auf der Enforce Tac präsentierte das Unternehmen das UGV MANDRILL. Inwieweit dieses Fahrzeug oder auch die hauseigene Missionssoftware MOSAIC UXS in die Arbeit von QTI einbezogen wird, wurde nicht bekannt.

„Kein Unternehmen und kein Land kann die Zukunft unbemannter Systeme allein gestalten“, stellte Roman Tkachenko, Mitgründer und CBDO von Tencore, fest. „Nur durch echte Partnerschaft haben wir eine reale Chance auf Erfolg. Gemeinsam entwickeln wir Lösungen, die unsere Länder stärken und vor allem die ukrainischen Streitkräfte am Boden schützen und unterstützen.“

Ein bewährtes Modell skaliert sich

Die gestern verkündeten Joint Ventures bauen auf dem Erfolg von Quantum Frontline Industries auf, das zusammen mit Frontline Robotics gegründet wurde. Das erste europäische Joint Venture der Initiative ist schnell in die Serienproduktion übergegangen und zeigt, wie effektiv das deutsch-ukrainische Produktionsmodell funktioniert.

Interceptor-Drohnen stehen derzeit hoch im Kurs.
Interceptor-Drohnen stehen derzeit hoch im Kurs.
Foto: Quantum Systems

„Die Verteidigung der Ukraine zeigt, wie entscheidend unbemannte Systeme für moderne Streitkräfte geworden sind“, erklärte Matthias Lehna, Vice President bei Quantum Systems.

Durch die beiden Joint Ventures und die enge Zusammenarbeit mit anderen ukrainischen Partnern will Quantum Systems nach eigenen Angaben einsatzerprobte Expertise in deutsche und europäische Industriestrukturen einbringen und so einen konkreten Beitrag zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit in ganz Europa leisten.

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