Laut einer aktuellen Meldung von Quantum Systems vertieft das Unternehmen seine industrielle Zusammenarbeit mit der Ukraine. Man wolle im Rahmen eines hochrangigen politischen Treffens, das diese Woche in Berlin stattfinde, neue Joint Ventures unter der “Build with Ukraine” Initiative mit ukrainischen Herstellern verkünden. Auch wurde eine strategische Partnerschaft mit Destinus bekannt, die Aufklärungsdaten und Wirksysteme besser vernetzen soll.
Bereits das Joint Venture Quantum Frontline Industries ist unter dieser Initiative entstanden. Die gemeinsame Produktion von Quantum Systems mit Frontline Robotics skaliert derzeit die Fertigung von 10.000 Mehrzweck-Quadcopter-Drohnen in Deutschland für die Streitkräfte der Ukraine. Eine erste Charge wurde Ende März 2026 planmäßig ausgeliefert (Defence Network berichtete).
Zwei weitere Joint Ventures geplant
Zwei weitere Joint Ventures stehen nach Angaben von Quantum Industries unmittelbar vor der Bekanntgabe. Konkrete Informationen konnte das Unternehmen dazu nicht nennen, sollen jedoch in Kürze folgen.
„Quantum Systems ist und bleibt ein führender Akteur der deutsch-ukrainischen industriellen Zusammenarbeit“, erklärte Matthias Lehna, Geschäftsführer von Quantum Frontline Industries. „Unser Joint Venture QFI zeigt, dass Produktionskapazitäten in Deutschland innerhalb weniger Wochen aufgebaut und einsatzfähige Systeme zuverlässig in die Ukraine geliefert werden können. Wir sind überzeugt, dass diese Form der Zusammenarbeit eine zentrale Grundlage für die zukünftigen Verteidigungsfähigkeiten Europas bildet.“
Weitere Partnerschaft: Destinus & Quantum Systems
In einer weiteren Meldung von Quantum Systems wurde heute die strategische Partnerschaft mit Destinus verkündet. Die beiden Unternehmen wollen Aufklärung, Einsatzkoordination und Wirksysteme in einem einheitlichen operativen Rahmen integrieren.
Durch die Verbindung der Aufklärungssysteme von Quantum Systems, sowie deren Softwareplattform MOSAIC UXS mit den Wirksystemen von Destinus soll eine europäisch geführte, herstellerneutrale Architektur entstehen, die koordinierte unbemannte Einsätze ermöglicht.
„Europa braucht eine durchgängige Sensor-zu-Wirk-Systemarchitektur, die sich industriell skalieren lässt“, erklärte Wouter Van Beek, Chief Commercial Officer von Destinus. „Diese Partnerschaft verbindet Aufklärungsdaten mit Wirksystemen und stellt gleichzeitig sicher, dass die Entscheidungsgewalt innerhalb bestehender Führungsstrukturen bleibt.“
Im Kern sollen Entscheidungs- und Reaktionsprozesse durch die direkte Verknüpfung von Echtzeitdaten mit den Wirksystemen verbunden werden. Bestehende NATO- und nationalen Führungssysteme sollen laut Aussage der Unternehmen kompatibel bleiben.
Der offene Ansatz soll es zudem Streitkräften ermöglichen, Technologien verschiedener Anbieter flexibel zu kombinieren, während die Entscheidungsgewalt über den Einsatz von Wirkmitteln unter menschlicher Kontrolle verbleibt und damit eine wachsende europäische Anforderung für eine durchgängige Sensor-zu-Wirk-Systemarchitektur adressiert wird.
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