Verteidigungsbündnisse haben ihre eigentliche Bedeutung verloren. Der Krieg mit dem Iran war der letzte eindeutige Beweis dafür, dass diese Bündnisse, insbesondere die NATO, einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen müssen oder aufgelöst werden sollten.
Wie Defence Network während des Krieges berichtete, wurden an entscheidenden Punkten, die in direktem Zusammenhang mit dieser Frage stehen, Fragen zur Zukunft der NATO gestellt.
Laut israelischen Verteidigungsexperten wird dieses Thema noch lange auf der Tagesordnung stehen, bis die notwendigen Veränderungen vorgenommen werden.
Zwar scheint ein vollständiger Rückzug der Vereinigten Staaten zum jetzigen Zeitpunkt keine Option zu sein, doch dürfte die Zukunft eine „zweigleisige“ NATO mit sich bringen, in der die europäischen Mitglieder unter der Führung einer französisch-britischen Zusammenarbeit eine größere Verantwortung tragen. Das Bündnis bleibt für die europäische Sicherheit von entscheidender Bedeutung, wird sich jedoch durch dringende, fortlaufende Anpassungen an transatlantische und globale Machtverschiebungen auszeichnen.
Die NATO befindet sich derzeit in einem Prozess der „Europäisierung“, einer historischen Transformation, die zu einer stärker europäisch geprägten Struktur führt.
NATO: Trump erhöht Druck
Die Trump-Regierung fordert, dass die europäischen NATO-Mitglieder besser ausgerüstet und ausgebildet werden, um mindestens 50 Prozent der Einsätze im Kriegsfall selbst durchführen zu können. Eine weitere Forderung der USA an die Mitglieder ist die Aufstockung ihrer Verteidigungshaushalte um 3,5 Prozent ihres BIP, und zwar spätestens bis 2035.
Die Trump-Regierung fordert zudem, dass die europäischen Mitglieder ihre Fähigkeiten in den Bereichen Nachrichtendienst und Luftverteidigung ausbauen – Bereiche, die derzeit fast ausschließlich von den USA abgedeckt werden.
Israelische Verteidigungskreise teilten Defence Network mit, dass Deutschland derzeit das einzige NATO-Mitglied sei, das die Lehren aus dem Krieg in der Ukraine gezogen und das israelische Luftverteidigungssystem Arrow stationiert habe.
Der Krieg mit dem Iran hat erneut die Notwendigkeit wesentlich größerer Waffenarsenale deutlich gemacht. Die USA und Israel sind bereits dabei, die Bestände aufzufüllen. Die USA haben einige Schritte in diese Richtung unternommen. Hochrangige Pentagon-Beamte unter der Trump-Regierung haben erste Gespräche mit Führungskräften der Automobilhersteller GM und Ford geführt, um sie davon zu überzeugen, einige ihrer Produktionslinien umzustellen, damit sie zur Auffüllung der geschwächten US-Waffenvorräte beitragen.
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