Bundeswehr trainiert mit Schweden bei Silver Wotan 2026 in Gotland

Bei der Übung Silver Wotan 2026 üben die mehr als 500 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr zusammen mit den schwedischen Streitkräften gemeinsam in der Luft, an Land und auf See. Silver Wotan findet im Zeitraum 14. – 23. September 2026 an der Südostküste Schwedens, um und auf der Insel Gotland. statt. Dabei wird sichtbar, dass beide Länder ihre militärischen Kräfte schnell verlegen, integrieren und die Insel gemeinsam schützen können.

Die schwedische Militärpolizei begleitet die deutschen Kräfte bei Ihrer Verlegeübung nach Gotland im Rahmen der Übung Silver Wotan.
Die schwedische Militärpolizei begleitet die deutschen Kräfte bei Ihrer Verlegeübung nach Gotland im Rahmen der Übung Silver Wotan.
Foto: Bundeswehr / Marc Tessensohn

Vom 14. bis 23. September 2026 üben die Bundeswehr und die schwedischen Streitkräfte gemeinsam in der Luft, an Land und auf See an der Südostküste Schwedens sowie um und auf der Insel Gotland. Hintergrund ist ein Szenario, in dem Schweden die NATO um Unterstützung bittet und deutsche Luftwaffen- und Marinekräfte bei der Verlegung und Sicherung schwedischer landgestützter Anti-Schiffslenkflugkörpersysteme helfen – vor dem Hintergrund einer drohenden Eskalation an der NATO-Nordflanke. Geleitet wird die Übung gemeinsam vom Operativen Führungskommando der Bundeswehr und dem schwedischen Operations Ledningen.

2.000 Bundeswehr-Angehörige bei Silver Wotan

Der Befehlshaber des Operativen Führungskommandos, Generalleutnant Alexander Sollfrank, beschreibt den Kern der Übung so: „Bei Silver Wotan wird eine schnelle Verlegung nach Gotland geübt, und zwar an Land, in der Luft und auf See mit Soldatinnen und Soldaten aus Deutschland und Schweden.“ Nach einer Alarmierung verlegen demnach deutsche Kräfte auf die Insel, um die schwedischen Streitkräfte zu verstärken; im Mittelpunkt stehen der Schutz schwedischer Schiffsabwehrsysteme und die Küstenverteidigung. Ergänzend wird der Hafen von Visby aus der Luft, von Land und auf See gesichert und verteidigt – mit rund 2.000 deutschen Soldatinnen und Soldaten, die an der Seite ihrer schwedischen Alliierten die Verteidigung Gotlands trainieren.

Bundeswehr-Fahrzeuge vom Typ ATF Dingo 2, VW-Transporter und MAN-Lkw stehen nachts zur Verschiffung an einem Hafen vor einer Fähre
Damit die Bundeswehr gemeinsam mit Schweden bei Silver Wotan 2026 in Gotland üben kann, werden Fahrzeuge verlegt.
Foto: PIZ Operatives Führungskommando

Für Sollfrank ist die Übung dabei kein Ausdruck akuter Eskalation, sondern Ausdruck dauerhafter Bündnisverpflichtung: Solche Manöver seien keine Reaktion auf ein einzelnes Ereignis, sondern belegten fortlaufend die Verteidigungsbereitschaft und -fähigkeit der NATO-Partner, so der General. Zugleich unterstreicht er, wie wichtig eine enge Verzahnung der Ostseeanrainerstaaten innerhalb der NATO ist, um hybride Angriffe frühzeitig zu erkennen und einzudämmen – gemeinsame Übungen wie Silver Wotan seien dabei ein zentraler Baustein dieser Zusammenarbeit.

Text: Redaktion

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