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Dönges: Ausrüstung für Deutschland – Ganzheitliche Lösungen für jeden Einsatz

Die Dönges GmbH & Co. KG ist einer der führenden Systemlieferanten für die Industrie, die Feuerwehr, den Rettungsdienst, die Polizei und die Bundeswehr in Deutschland. Das Sortiment reicht von hochwertigen Handwerkzeugen über persönliche Schutzausrüstung bis hin zu Komplettausstattungen für Einsatzfahrzeuge verschiedenster Behörden. Aber auch die Bereiche Arbeitsschutz, Betriebseinrichtung, Elektrotechnik sowie Sport und Freizeit sind Teil des vielfältigen Sortiments. Dönges beliefert Kunden in Deutschland sowie in vielen anderen europäischen und außereuropäischen Ländern. Der Firmensitz befindet sich in Wermelskirchen.

Maik Friedrichs, Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing der Dönges GmbH & Co. KG.
Maik Friedrichs, Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing der Dönges GmbH & Co. KG.

Interview mit Maik Friedrichs, Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing der Dönges GmbH & Co. KG in Wermelskirchen

Defence Network: Herr Friedrichs, stellen Sie uns doch bitte einmal das Portfolio für Ihre militärischen Kunden vor.

Maik Friedrichs: Unser Portfolio ist sehr breit gefächert und lässt sich kaum in einem Satz zusammenfassen. Unsere Wurzeln liegen in der Werkzeugwelt, und entsprechend stellen wir für militärische Kunden unter anderem verschiedene Werkzeugsätze wie den „Mechaniker Allgemein“ oder auch komplette Werkzeugausstattungen für die Pioniertruppe zusammen. Diese umfassen zum Teil mehrere tausend Einzelkomponenten und sind systematisch in Transportlösungen organisiert.

Ergänzend realisieren wir spezialisierte Lösungen, beispielsweise im Bereich Zugangswerkzeug für Spezialkräfte. Hier haben wir unter anderem Ketten- und Kreissägen mit einem speziellen Beschichtungsverfahren in gedeckter Farbgebung sowie Türrammen nach konkreten Vorgaben der Bundeswehr entwickelt.

Werkzeug bildet heute jedoch nur noch einen Teil unseres Portfolios. Über Rahmenverträge im Kaufhaus des Bundes beliefern wir unsere Kunden mit einer großen Bandbreite an Produkten – von Seilen für Schiffe über Batterien und Transportbehälter bis hin zu Energieverteilersätzen, Zeltbeleuchtung oder kompletten Containerausstattungen.

Im Fokus steht für uns nicht das einzelne Produkt, sondern das Gesamtkonzept. Je komplexer und vielseitiger ein angefragter Satz ist, desto stärker können wir unsere Kompetenz als Systemlieferant ausspielen.

Herr Friedrichs, stellen Sie uns doch bitte einmal das Portfolio für Ihre polizeilichen und feuerwehrtechnischen Kunden vor.

Wie eingangs beschrieben kommen wir ursprünglich aus der klassischen Werkzeugausstattung. Über die Jahrzehnte haben wir uns zu einem Systemlieferanten und nahezu Vollsortimenter für feuerwehrtechnische Ausrüstung entwickelt. Wir begleiten dabei sowohl größere Beschaffungsprojekte als auch den laufenden Bedarf im Einsatzalltag.

In den vergangenen Jahren haben wir unser Portfolio gemeinsam mit unseren Fachhandelspartnern gezielt um beratungsintensive und technologisch anspruchsvolle Produkte erweitert. Dazu zählen beispielsweise moderne Wärmebildkameras, hochwertige Helmsysteme für unterschiedliche Einsatzszenarien oder leistungsstarke Feuerwehrlüfter. Unser Anspruch ist es, nicht nur Produkte zu liefern, sondern gemeinsam mit den Anwendern praxisnahe und einsatzorientierte Lösungen weiterzuentwickeln.

Im polizeilichen Umfeld ist unser Portfolio ebenso breit aufgestellt. Es reicht von klassischem Warn- und Absperrmaterial wie Faltleitkegeln, Leuchtstäben oder Markierungssystemen bis hin zu Zugangswerkzeugen wie Türrammen oder Titanbrecheisen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich Spurensicherung mit modular aufgebauten Sätzen sowie einzelnen Komponenten wie Nummernpyramiden, Lupen oder Maßbändern.

Darüber hinaus rücken persönliche Schutzausrüstung und Einsatzbekleidung immer stärker in den Fokus. Hier bieten wir unter anderem Schutzbrillen, Gehörschutz, Absturzsicherungssysteme sowie Einsatzbekleidung und Signalwesten an. Ergänzt wird das Portfolio durch Notfallmedizin, etwa Tourniquets, Chest Seals oder individuell konfigurierte IFAKs.

Auch neue Themen wie Einsatzdrohnen oder spezialisierte Einsatzschuhe befinden sich aktuell im Ausbau. Insgesamt verstehen wir uns sowohl für Polizei als auch Feuerwehr als Partner, der ein sehr breites Sortiment mit der Fähigkeit kombiniert, individuelle Lösungen und komplette Systeme aus einer Hand bereitzustellen.

Diese Ramme wurde für und mit Polizei-Spezialkräften entwickelt und durch Dönges hergestellt. Dönges stellt nicht nur her, sondern kann nach Kundenvorgaben auch individuelle Anpassungen und Entwicklungen durchführen.
Diese Ramme wurde für und mit Polizei-Spezialkräften entwickelt und durch Dönges hergestellt. Dönges stellt nicht nur her, sondern kann nach Kundenvorgaben auch individuelle Anpassungen und Entwicklungen durchführen.
Jetzt liefern Sie Werkzeuge, darunter verstehen sich unter anderem Rettungsmesser oder Breacher-Ausstattungen. Was zeichnet Ihre Lösungen aus, und werden diese durch Dönges selbst produziert oder agieren Sie als Zwischen- und Großhändler?

Wir verstehen uns hier klar als Spezialist und Problemlöser. Wir handeln nicht einfach nur Ware. Unsere Kunden definieren, welche Produkte sie in welcher Zusammenstellung benötigen. Wir übernehmen die Beschaffung, bündeln die Komponenten und entwickeln darauf aufbauend ein passendes Verpackungs- und Logistikkonzept. Dazu kommen Sonderleistungen wie Laserkennzeichnungen oder Verpackungen nach militärischen Normen.

Wir sind kein klassischer Hersteller und verfügen über keine umfassende eigene Fertigung. Dennoch sind wir bei der Bundeswehr mit einem eigenen Herstellercode gelistet und verfügen für viele Produkte über entsprechende Zulassungen. Zudem betreiben wir eine eigene Elektrokonfektion, die ebenfalls durch die Bundeswehr zugelassen ist.

Gerade ist die Enforce Tac mit Dönges als Aussteller zu Ende gegangen. Haben Sie dort Neuheiten für Militär- und Behördenkunden gezeigt?  

Ja, die Enforce Tac war für uns auch in diesem Jahr eine sehr wichtige Plattform. Die Messe ist einer der zentralen Treffpunkte für Behörden, Sicherheits- und Spezialkräfte aus dem In- und Ausland und bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen und Anforderungen im Markt auszutauschen.

Wir waren mit einem eigenen Stand vertreten und konnten dort nicht nur bestehende Partnerschaften pflegen, sondern auch viele neue Kontakte knüpfen und wertvolle Einblicke aus Anwendersicht gewinnen. Gerade dieser direkte Austausch ist für uns entscheidend, um unsere Lösungen kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Inhaltlich haben wir die Messe genutzt, um erstmals unsere neuen Produktbereiche Einsatzbekleidung sowie Drohnen und Drohnenabwehr vorzustellen. Insbesondere im Bereich Drohnen sehen wir aktuell eine sehr hohe Dynamik und entsprechend großes Interesse seitens der Behörden.

Darüber hinaus ging es weniger um einzelne Produkte als vielmehr um unsere Rolle als Systemlieferant. Viele Gespräche drehten sich um ganzheitliche Lösungen, modulare Konzepte und die Frage, wie sich komplexe Anforderungen in konkrete, einsatzfähige Systeme übersetzen lassen.

Dieses Bild zeigt nur ein paar militärische / behördliche Ausrüstungsgegenstände, die durch Dönges entwickelt, hergestellt oder vertrieben werden.
Dieses Bild zeigt nur ein paar militärische / behördliche Ausrüstungsgegenstände, die durch Dönges entwickelt, hergestellt oder vertrieben werden.
Foto: Dönges
Sie bieten aber auch ein Verpflegungsmodul an. An wen richtet sich das? Können Sie damit auch eine flexible Versorgung von Einsatzkräften außerhalb von festen Liegenschaften sicherstellen?

Unser Verpflegungsmodul richtet sich in erster Linie an Einheiten des Katastrophenschutzes, der Feuerwehr sowie an weitere Organisationen mit Versorgungsaufgaben. Allein das Land Nordrhein-Westfalen hat 108 dieser Module beschafft.

Ein Modul ist darauf ausgelegt, rund 250 Betroffene sowie etwa 50 Einsatzkräfte zu versorgen. Dabei ist es bewusst so konzipiert, dass es sehr flexibel eingesetzt werden kann – sowohl innerhalb von Gebäuden als auch im Outdoor-Bereich. Für den autarken Einsatz werden unter anderem zwei Faltpavillons mitgeliefert.

Das System umfasst sowohl den Bereich Zubereitung als auch die Ausgabe. Integrierte Stromerzeuger ermöglichen den Betrieb aller Komponenten unabhängig von vorhandener Infrastruktur. Je nach Ausführung wird dabei nur eine Energiequelle wie Benzin oder Diesel benötigt – auf Gas wurde bewusst verzichtet. Hocheffiziente Induktionsgeräte sorgen zusätzlich für eine schnelle Einsatzbereitschaft und kurze Zubereitungszeiten.

Innerhalb von Liegenschaften kann alternativ auch mit vorhandener Stromversorgung gearbeitet werden. Die Praxistauglichkeit der Systeme wurde unter anderem im Ahrtal umfassend unter Beweis gestellt – sowohl im Feldeinsatz als auch in stationären Lagen, beispielsweise in Bereitstellungsräumen wie Messehallen.

Im Bereich Fire & Rescue, was sind aktuell neue Fähigkeitsanforderungen oder Lösungen am Markt?

Das Thema Fähigkeitsmanagement gewinnt bei den Feuerwehren zunehmend an Bedeutung. Gerade mit Blick auf die steigenden Anforderungen im Katastrophen- und Zivilschutz ist das ein zentraler Ansatz, um Einsatzressourcen transparenter und vergleichbarer zu machen.

Ein gutes Beispiel ist die Vegetationsbrandbekämpfung. Hier wird heute nicht mehr nur lokal gedacht, sondern auf Kreis-, Landes- und zunehmend auch auf europäischer Ebene. Es geht darum, vorhandene Fähigkeiten wie Löschwasserversorgung oder den Einsatz auf munitionsbelasteten Flächen systematisch zu erfassen, zu bewerten und für überregionale Einsätze verfügbar zu machen. Kräfte und Mittel werden dabei in standardisierte Module überführt, um im Ernstfall schneller und effizienter agieren zu können.

Am Ende zahlt dieses Vorgehen vor allem auf die Einsatzfähigkeit bei Großschadenslagen ein. Gleichzeitig ist Fähigkeitsmanagement aber auch im kleineren Maßstab relevant. Ein Tiefgaragenbrand beispielsweise stellt hohe Anforderungen an Rettung, Brandbekämpfung sowie die taktische Be- und Entlüftung. Auch hier hilft ein klar definiertes Zusammenspiel von Ausrüstung und Einsatzkonzepten.

Für uns bedeutet das, dass wir unsere Produkte und Lösungen immer stärker in solchen System- und Modullogiken denken und gemeinsam mit den Anwendern weiterentwickeln. Es geht weniger um das einzelne Produkt, sondern darum, wie verschiedene Komponenten im Einsatz optimal zusammenwirken.

Ist Dönges nur Lieferant, oder bieten Sie auch Wartung- und Reparaturlösungen an?

Wir verstehen uns nicht nur als Lieferant, sondern als Partner über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Dafür haben wir eine eigene Serviceabteilung im Haus, in der wir Prüfungen sowie kleinere Instandsetzungen selbst durchführen.

Ergänzend bieten wir für einige Produktbereiche auch Trade-in-Programme sowie Upgrade- und Update-Services an, um bestehende Systeme technisch auf dem aktuellen Stand zu halten.

Darüber hinaus setzen wir bei Wartung und Weiterentwicklung auf eine enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Partnern. Dazu gehören Schulungen, Einweisungen und auch Webinare, um die sichere und effiziente Anwendung der Produkte im Einsatz zu gewährleisten.

Mit Blick auf die aktuellen politischen Entwicklungen und möglichen Krisen und Kriegen in Europa wird eine Entwicklung, Fertigung, Instandsetzung und Logistik innerhalb der EU immer wichtiger. Wie können Sie sicherstellen, auch im Ernstfall Ihre Kunden noch beliefern zu können?

Unsere Stärke liegt seit jeher in einer breit aufgestellten Beschaffungsstruktur. Wir beziehen einen Großteil unserer Produkte aus Deutschland und der EU, arbeiten aber auch mit ausgewählten internationalen Partnern zusammen.

Bei Engpässen sind wir in der Lage, Bezugsquellen flexibel anzupassen und so unsere Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten. Ergänzt wird das durch unsere eigenen Lagerkapazitäten von über 14.000 m² sowie zusätzliche externe Lagerflächen, die gezielt für die Bevorratung genutzt werden.

Mit Blick auf den Krieg gegen die Ukraine und auch den Planungen in Deutschland hat der Heimatschutz eine neue Bedeutung gewonnen. Was bietet Dönges in diesem Bereich an?

Wie bereits angesprochen, verfügen wir über ein sehr breites Produktsortiment, das auch im Heimatschutz vielfältige Anwendung findet.

Besonders hervorzuheben ist dabei unsere Produktsparte im Bereich Drohnen sowie Lösungen zur Drohnenabwehr zur Sicherung kritischer Infrastruktur. Darüber hinaus bieten wir ein umfassendes Sortiment für die Katastrophenhilfe und den Zivilschutz, das von der Grundausstattung bis hin zu kompletten Systemlösungen reicht.

 

Text: Redaktion / af

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