Eurosatory 2026: Galvion erweitert Cortex EVO-Architektur

Galvion aus Kanada, ein weltweiter Spezialist für Kopfschutzsysteme, Lösungen für Energie- und Datenmanagement sowie integrierter Soldatensysteme, feiert auf der Eurosatory 2026 (Halle 5A, Stand G391) die Weltpremiere seiner Weiterentwicklung der Cortex-Architektur und stellt die neue HALO-Konfiguration für das Cortex EVO-System vor.

Galvion hat seine Cortex EVO Architektur um die HALO-Konfiguration erweitert: eine extern montierte Lösung, die fortschrittliche Funktionen für neue und bereits im Einsatz befindliche Helmplattformen bietet.
Galvion hat seine Cortex EVO Architektur um die HALO-Konfiguration erweitert: eine extern montierte Lösung, die fortschrittliche Funktionen für neue und bereits im Einsatz befindliche Helmplattformen bietet.
Foto: CPM Verlag / af

Cortex wurde erstmals auf der SOF Week 2025 als neue Kategorie intelligenter, am Kopf getragener Systeme vorgestellt und etablierte ein Framework zur Integration von Energie, Daten und Verarbeitung auf Endnutzerebene. Anfang des Jahres präsentierte Galvion Cortex EVO, eine tief integrierte Architektur, die Schutz, Energie, Daten und Rechenleistung in einem einheitlichen Kopfsystem vereint.

Auf der Eurosatory 2026 erweitert Galvion diese Architektur um die HALO-Konfiguration – eine extern montierte Lösung, die fortschrittliche Funktionen für neue und bereits im Einsatz befindliche Helmplattformen bietet. Heißt, auch bereits in Nutzung befindliche Helmsysteme können nachgerüstet werden.

Die Embedded- und HALO-Konfigurationen bilden zusammen eine gemeinsame Cortex EVO-Architektur. Dadurch können Anwender über Implementierungsansätze, die auf ihre betrieblichen Anforderungen, Beschaffungsstrategien und Lebenszyklusziele abgestimmt sind, auf dieselben Kernfunktionen zugreifen. Die EVO HALO-Konfiguration ist zunächst für Galvions Batlskin Caiman-Helmsystem verfügbar und soll auf die Hellbender-Plattform ausgeweitet werden. Sie bietet einen flexiblen Implementierungspfad, der sowohl in neue Helmsysteme integriert als auch im Rahmen von Upgrade- und Modernisierungsprogrammen in bereits im Einsatz befindliche Helme eingebaut werden kann. Dieser Ansatz bietet Polizei- und Militäreinheiten, die fortschrittliche digitale Funktionen einführen und gleichzeitig ihre bestehende Support-, Wartungs- und Instandhaltungsinfrastruktur nutzen möchten, eine flexible und kosteneffiziente Möglichkeit.

Kernstück des Cortex EVO-Systems ist Galvions AlertCentr-Software. Sie ermöglicht die Bereitstellung und Verwaltung missionsrelevanter Daten direkt am Helm. Integriert in TAK-basierte Umgebungen unterstützt AlertCentr konfigurierbare visuelle und akustische Signale. So können Bediener auf kritische Informationen zugreifen und reagieren, ohne ihre Aufmerksamkeit auf andere Geräte richten zu müssen. Je nach genutzten Lösungen, können so Nachtsichtoptiken/-brillen nicht nur direkt mit Strom versorgt werden, auch die Daten – taktische Zeichen, Augmented Reality (AR), Videos, Fotos, etc. – können vom ATAK oder einem entsprechenden Empfang über die angeschlossenen Funkgeräte in entsprechende Ausgabemedien (Nachtsichtoptiken) direkt übertragen werden. Dieses Erfolg über nur ein Kabel, das das ATAK / Funkgerät mit dem Helmsystem verbindet. Insgesamt geht es darum, dem Träger ein besseres und intuitiveres Lagebild zu vermitteln. Und dabei die kognitive Belastung und Ablenkung zu minimieren.

Galvion: Neue Systeme mit verschiedenen Funktionen innerhalb der Cortex-Architektur

Die auf der Eurosatory vorgestellten Systeme integrieren verschiedene Funktionen innerhalb der Cortex-Architektur, darunter:

  • Visuelle Erweiterung: TAK-Video, Sensordaten und Navigationsintegrationen
  • Sensorik und Lageerkennung: Erkennungs- und Identifizierungsfunktionen zur Verbesserung der Bedrohungserkennung
  • Audio und Kommunikation: Integration digitaler Headsets für konfigurierbare Warnmeldungen und Systeminteraktion
  • Energie- und Dateninfrastruktur: Eine einheitliche Architektur für die skalierbare Integration von Subsystemen

Diese Funktionen werden durch einen offenen Architekturansatz ermöglicht, der den Betrieb von Galvion-eigenen und Drittanbieter-Technologien in einer einzigen Systemumgebung erlaubt.

„Cortex EVO ist das Ergebnis jahrelanger Investitionen und demonstriert, wie verschiedene Sensorik-, Visualisierungs-, Kommunikations- und Lageerkennungsfunktionen in einer einheitlichen Headborne-Architektur zusammenarbeiten können“, sagte Jonathan Blanshay, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Galvion. „Anstatt uns ausschließlich auf extern montierte Komponenten zu konzentrieren, haben wir unsere Teams herausgefordert, das System von Grund auf neu zu denken. Durch die Entwicklung einer speziell dafür konzipierten, integrierten Architektur waren wir gezwungen, komplexere Herausforderungen zu meistern:

Größe, Gewicht, Energiemanagement, Konnektivität und die gesamte Benutzererfahrung – und schufen so eine leistungsfähigere und skalierbare Grundlage. Die HALO-Konfiguration erweitert die Vorteile von Cortex EVO sowohl auf neue Programme als auch auf bereits im Einsatz befindliche Galvion-Helmflotten.“ Er fügte hinzu: „Unsere Kunden haben über viele Jahre hinweg erheblich in Helmsysteme und die dazugehörige Infrastruktur investiert. In Kombination mit unseren wachsenden Fertigungs-, Wartungs- und Instandsetzungskapazitäten in Europa ermöglicht die EVO HALO-Konfiguration unseren Kunden, auf diesen Investitionen aufzubauen und gleichzeitig Technologien einzuführen, die die Überlebensfähigkeit, das Lagebewusstsein und die Effektivität von Missionen auf dem heutigen Schlachtfeld zunehmend prägen.“

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