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GBAD-Summit: From Gaps to Deterrence

– Strategische Erweiterung des Diehl Defence Produktportfolios in einem sich wandelnden Bedrohungsumfeld

Der Ukrainekrieg hat offenbart: Die Bedrohungslage der Luftverteidigung hat sich fundamental gewandelt – von Einzelangriffen zu Sättigungsangriffen, von Drohnen zu Schwärmen bis zu Hyperschallwaffen. Es gibt keine Universallösung. Diehl Defence antwortet mit einem mehrschichtigen Ansatz: vom bewährten IRIS-T SLM (95 Prozent Trefferquote) über IRIS-T SLX und HYDEF bis zu CICADA. Die European Sky Shield Initiative bündelt diese Fähigkeiten über 23 NATO-Nationen – und macht deutlich: Nur eine flexible, integrierte Luftverteidigung kann modernen Konflikten standhalten. Lesen Sie hier den Referentenreport von Daniel Schepelmann, Vice President Marketing & Sales GBAD bei Diehl Defence, der heute auf dem GBAD-Summit in Berlin zum Thema vortrug.

GBAD-Summit: Das Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM/X.
Das Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM/X.
Foto: Diehl Defence

In den letzten Jahren hat sich die Art und Weise, wie Konflikte geführt werden, grundlegend verändert – u. a. durch den vermehrten Einsatz von Drohnen (UAVs). Diese Entwicklung hat sowohl strategische als auch taktische Implikationen für militärische Operationen weltweit. Ein konkretes Beispiel hierfür ist der anhaltende Ukrainekrieg, in dem Drohnen eine signifikante Rolle spielen.

Die Anforderungen des modernen Kriegsschauplatzes verlangen nach innovativen Lösungen im Bereich der Luftverteidigung, um die Sicherheit von Soldaten, Zivilisten und kritischer Infrastruktur zu gewährleisten. Technologische Fortschritte in diesem Feld sind daher nicht nur wünschenswert, sondern dringend erforderlich. Diehl Defence hat dies frühzeitig erkannt und arbeitet seit Jahren an umfassenden Lösungen für die Luftverteidigung: sowohl für den c-UAV-Bereich als auch für unterschiedliche größere Reichweiten, die mit den Systemen IRIS-T SLS, SLM, SLX und HYDEF abgedeckt werden können.

Ebenso wie die Bedrohungen selbst, die sich u.a. in Bezug auf ihre Größe, Reichweite und den Einsatzbereich stark unterscheiden, sind auch die Lösungsansätze bei Diehl Defence vielschichtig. Das Konzept „one size fits all“ kann auf die moderne Luftverteidigung nicht angewendet werden. Daher liefert Diehl Defence eine vielschichte Antwort für die komplexe Bedrohungslage und bietet mit seinem ‚Layered-Air-Defence‘-Ansatz für jede Bedrohungsart ein passendes „Gegenmittel“ aus dem Diehl Defence Produktportfolio. Durch eine gemeinsame Architektur und Schnittstellen stellt Diehl Defence dabei die Vernetzung, Interoperabilität und Skalierbarkeit seiner einzelnen Systeme sicher – stets im Einklang und konzipiert für das vernetzte Umfeld der NATO.

Die European Sky Shield Initiative (ESSI) – Gemeinsam stärker mit IRIS-T SLM

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat die Notwendigkeit einer verstärkten Luft- und Raketenabwehr in Europa drastisch verdeutlicht. Als Reaktion darauf initiierte die deutsche Regierung 2022 die European Sky Shield Initiative (ESSI), ein wegweisendes Programm zur kollektiven Stärkung der Luftverteidigung innerhalb der europäischen NATO-Staaten. Aktuell sind der Initiative bereits 23 Nationen beigetreten. Davon haben sich mittlerweile acht Länder (Deutschland, Estland, Lettland, Slowenien, Bulgarien, Schweden, Dänemark, Schweiz) für das Luftverteidigungssystem der mittleren Reichweite IRIS-T SLM entschieden, welches sich zu einer zentralen Säule von ESSI entwickelt hat.

Die European Sky Shield Initiative bietet den teilnehmenden Nationen nicht nur einen verbesserten Schutz des Luftraums, sondern auch eine Vielzahl strategischer und operativer Vorteile. Ein zentraler Mehrwert liegt im gemeinsamen Beschaffungsrahmen: ESSI ermöglicht es den Mitgliedsstaaten, von dem bereits bestehenden Beschaffungsvertrag in Deutschland für das IRIS-T SLM-System zu profitieren. Dies führt zu einer erheblichen Vereinfachung und Optimierung des Beschaffungsprozesses, der zudem vollständig EU-konform und zu den niedrigsten erreichbaren Preisen abläuft.

Darüber hinaus beschleunigt ESSI die Lieferzeiten durch die Verwendung standardisierter ESSI-Konfigurationen erheblich. Ein weiterer bedeutender Aspekt ist die Schaffung von Synergien in den Bereichen Logistik, Instandhaltung und Lebenszyklusmanagement. Dank ESSI entsteht eine wachsende Nutzergruppe, innerhalb derer Erfahrungen austauscht werden können. Auch im Bereich gemeinsamer Ausbildungssysteme wird ein substanzieller Mehrwert für alle teilnehmenden Nationen geschaffen. Dadurch erhöht sich die Interoperabilität und Effektivität der Luftverteidigungssysteme weiter.

Die gestiegene Nachfrage nach Luftabwehrsystemen, insbesondere IRIS-T SLM, erfordert eine umfassende Skalierung der Produktion und des Personals. Um seinen Beitrag zur NATO-Einsatzbereitschaft zu leisten, reagiert Diehl Defence auf diese Herausforderung mit einem umfassenden Ausbau seiner Produktionskapazitäten über alle Standorte hinweg. Dies beinhaltet erhebliche Investitionen in neue Anlagen und eine modernisierte Infrastruktur.

Daniel Schepelmann, Vice President Marketing & Sales GBAD auf dem GBAD-Summit 2026 in Berlin.
Daniel Schepelmann, Vice President Marketing & Sales GBAD auf dem GBAD-Summit 2026 in Berlin.
Foto: CPM / Sascha Schuermann

Parallel dazu werden der Personalbestand erweitert und die industriellen Partnerschaften ausgebaut, um die notwendige Expertise und Ressourcen für die Deckung des NATO-Bedarfs sicherzustellen. Diese strategischen Investitionen zielen darauf ab, nicht nur die aktuelle Nachfrage zu bedienen, sondern auch einen nachhaltigen Betrieb und Versorgungssicherheit sicherzustellen, selbst bei erweiterten und langfristigen Missionen.

IRIS-T SLM: Zentrale Säule der European Sky Shield Initiative

Das moderne Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM mit einer effektiven System-Reichweite von bis zu 60 km und einer Höhenabdeckung von 20 km zeichnet sich durch seine hohe Leistungsfähigkeit aus und bietet einen umfassenden Schutz vor einer Vielzahl von Bedrohungen aus der Luft. Ein System besteht aus den Komponenten Radar, Gefechtsstand (Tactical Operations Center, TOC) und mehreren Startgeräten, bestückt mit bis zu 8 Lenkflugkörpern. Es bietet einen echten 360°-Rundumschutz und verfügt über eine hohe taktische Mobilität. Vor allem ist IRIS-T SLM jedoch einsatzerprobt und hat seine herausragende Wirksamkeit bereits in realen Einsatzszenarien unter Beweis gestellt.

Der Krieg in der Ukraine zeigt die Realität der Luftverteidigung und liefert wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung von Systemen und Strategien. Dabei hat IRIS-T SLM seine hohe Leistung im Bereich der mittleren Reichweite unter Beweis gestellt. Seit Oktober 2022 ist IRIS-T SLM in der Ukraine im Einsatz und hat eine Trefferquote von über 95 Prozent erzielt.

Der Erfolg des Systems wird v.a. durch den geringen Truppenbedarf, den hohen Automatisierungsgrad und die daraus resultierende schnelle räumliche Verlegung mit minimalem Personalaufwand begünstigt. Auch die sehr effektive Ausbildung mit einer zügigen Erreichung der Gefechtsbereitschaft ist ein positiver Faktor. Die Starlink-Integration sowie die IBMS C2-Gateway- bzw. Software-Anpassungen haben die Kommunikationsfähigkeit erheblich verbessert.

Darüber hinaus konnte durch Sensorerweiterungen ein Beitrag zur Erstellung eines umfassenden Luftlagebilds der Ukraine geleistet werden. Diese Erkenntnisse der Soldaten aus dem Ukraine-Krieg fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung und Anpassung des Systems ein und kommen dadurch allen SLM-Kunden zugute.

Ganz grundsätzlich hat sich die Bedrohungslage in der Ukraine von anfänglichen Einzelangriffen hin zu Sättigungsangriffen entwickelt. Das neu Bedrohungsprofil ist geprägt von Masse, Vielfalt und Geschwindigkeit. Um dieser Herausforderung zu begegnen, ist eine wirksame Verteidigung erforderlich, die sowohl Masse als auch Qualität vereint. Die Erkenntnisse aus der Gefechtsrealität unterstreichen die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Anpassung an die sich wandelnde Bedrohungslage, z.B. durch eine Diversifizierung der Abwehrsysteme durch unterschiedliche Reichweiten und Fähigkeiten.

Diehl Defence Antworten auf neue Bedrohungslagen: c-UAS, IRIS-T SLX & HYDEF

Diehl Defence hat sein Portfolio um die c-UAS eMissile CICADA, ein Effektor-Konzept, das speziell zur Bekämpfung von Drohnen und Drohnenschwärmen entwickelt wurde, erweitert. Der Effektor zeichnet sich durch seine Kosteneffizienz und Skalierbarkeit aus. Neben der Bereitstellung von eigenständigen c-UAS-Systemen ermöglicht CICADA eine wichtige Selbstschutzfähigkeit für bodengebundene Luftverteidigungssysteme. Mit einer Reichweite von 5 km und einer Höhenabdeckung von 3,5 km gewährt die eMissile einen relevanten Schutzbereich. CICADA ist flexibel einsetzbar und kann mit einem Splittergefechtskopf oder einem Fangnetz bestückt werden.

Die CICADA von Diehl Defence.
Die CICADA von Diehl Defence.
Illustration: Diehl Defence

Mit IRIS-T SLX entwickelt Diehl Defence einen Abfang-Lenkflugkörper für die lange Reichweite und ergänzt hiermit das System IRIS-T SLM um einen Effektor mit deutlich erweitertem Abfangbereich. Das integrierte IRIS-T SLM/X-System verfügt neben den Komponenten Radar und TOC über mehrere ‚Common Launcher‘, die eine flexible Mischbestückung (IRIS-T SLM und SLX) erlauben.

Der neue Flugkörper aus europäischer Produktion übernimmt die hohe Präzision und Zuverlässigkeit des IRIS-T SLM Flugkörpers bei der Zielverfolgung und verfügt über eine effektive Abfang-Reichweite von 80 km (LRAD). Er ermöglicht damit eine effektive System-Reichweite des IRIS-T SLM/X Systems von 100 km und eine Höhenabdeckung von über 25 km.

Um dem Bedrohungsszenario durch Hyperschallwaffen zu begegnen, entwickelt ein europäisches Konsortium unter technischer Führung von Diehl Defence HYDEF, einen mehrstufigen Hyperschall-Abfangflugkörper. HYDEF basiert auf einem innovativen Abfangkonzept mit Dual-/Multipuls-Motor, der eine flexible Anpassung der Flugbahn ermöglicht.

Die Zielerfassung und -verfolgung erfolgt über einen Dual-Mode-Suchkopf mit IR- und RF-Technologie, der auf dem bewährten IRIS-T-Suchkopf basiert und weiterentwickelt wird. Die hohe Manövrierfähigkeit im Endanflug ermöglicht es HYDEF, selbst anspruchsvollste Ziele zu erfassen und zu bekämpfen. Mit einer Reichweite von über 100 km und einer Höhenabdeckung von über 50 km bietet HYDEF einen umfassenden Schutz gegen angreifende Hyperschallwaffen.

Durch die Kombination moderner, skalierbarer Systeme wie IRIS‑T SLM, SLX und HYDEF, ergänzt durch gezielte c‑UAS‑Lösungen wie CICADA, erweitert Diehl Defence sein Produktportfolio stetig, um in einem sich wandelnden Bedrohungsumfeld maximalen Schutz in allen Reichweiten gemäß des ‚Layered Air Defence‘-Ansatzes bieten zu können, zur Stärkung einer umfassenden, europäischen Verteidigungsfähigkeit.

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