Heute enthüllte Helsing eine neue KI-Drohne: Die CA-1EA (Electronic Attack) – Schwesterdrohne der bereits bekannten CA-1 Europe. Bei der neuen Version handelt es sich um ein unbemanntes Flugzeug, das gegnerische Flugabwehr lahmlegen und so den Weg für Kampfjets freiräumen soll.
Das Rüstungstechnologieunternehmen Helsing hat auf der heute beginnenden Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) ein neues System vorgestellt: Die CA-1 Electronic Attack (CA-1EA).
„Moderne Luftstreitkräfte können auf elektronische Kampfführung nicht verzichten“, erklärte Stephanie Lingemann, Vice President Air Domain bei Helsing, „Helsing arbeitet seit Jahren daran, diese Fähigkeit weiterzuentwickeln. Die CA-1EA ist das Ergebnis: ein unbemanntes System, das in taktischer Reichweite an der Seite der CA-1KA operiert.“
Die durch den Einsatz von KI bekannt gewordenen Ingenieure bei Helsing haben wollen ein autonomes, KI-gesteuertes Kampfflugzeug auf den Markt bringen, welches keine Bomben, sondern elektromagnetische Störsignale „abwirft“. Das Ziel besteht laut Helsing darin, die Radare des Feindes zu blenden, damit eigene Kampfjets ihre Missionen unerkannt durchführen können.
CA-1EA: Nicht neu, aber ausgebaut
Die CA-1EA soll auf derselben Plattform basieren wie die bereits bekannte CA-1 Europa – die nun offiziell CA-1KA (Kinetic Attack) heißt. Beide Varianten teilen Flugwerk, Triebwerk, Autonomie-Software und Bodenkontrolle. Der entscheidende Unterschied liegt in der Nutzlast: Statt kinetischer Waffen trägt die EA-Variante Elektronik zur Störung gegnerischer Systeme. Der Ansatz der zwei Varianten mit einer Plattform soll Kosten sparen sowie Produktion und Ausbildung vereinfachen.
Die CA-1EA ist demnach nicht für den alleinigen Einsatz ausgelegt, sondern soll im Verbund agieren, beispielsweise an der Seite ihrer Schwester CA-1KA oder mit einem Eurofighter. Sie schafft sichere Flugkorridore, indem sie feindliche Radarsysteme am Boden stört – eine Fähigkeit, die moderne Luftstreitkräfte laut Helsing zwingend brauchen, um gegnerische Luftverteidigung überhaupt durchdringen zu können.
Helsings Drohne für FCAS?
Gerade weil durch den Wegfall des NGFs in FCAS wieder viel Bewegung in der zukünftigen Luftkriegführung ist, könnte Helsing eine entsprechende Komponente stellen. CA-1EA und CA-1KA könnten im „System of Systems“-Ansatz entsprechende Aufgaben übernehmen.
Nach diesem Konzept führen bemannte Kampfjets unbemannte Begleitdrohnen für die gefährlichsten Aufgaben. Die CA-1EA ist ein Paradebeispiel für diesen Ansatz. Wer feindliche Luftabwehr elektronisch ausschalten kann, bevor die ersten bemannten Maschinen ins Zielgebiet einfliegen, senkt das Risiko für Piloten enorm.
Die CA-1KA soll Anfang 2027 erstmals abheben, die Einsatzbereitschaft ist für 2029 geplant. Die CA-1EA soll 2031 folgen. Entwickelt und gebaut wird die Plattform bei der Helsing-Tochter Grob Aircraft in Süddeutschland.
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