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Skyhammer: Mehrere Bestellungen für Drohnenabwehrsystem

Wie das britische Rüstungs-Start-up Cambridge Aerospace meldete, wird dessen Drohnenabwehrsystem Skyhammer sowohl an Großbritannien und die Golfstaaten liefern. Mit Skyhammer soll eine kostengünstige Antwort gegen Bedrohungen aus der Luft zur Verfügung stehen.

Die Abfangdrohne Skyhammer.
Die Abfangdrohne Skyhammer.
Foto: DSEI UK

Verteidigungsminister John Healey gab die Vereinbarung kürzlich auf der Londoner Verteidigungskonferenz bekannt und erklärte, dass die ersten Systeme – vorbehaltlich des Vertragsabschlusses – bereits im Mai an Großbritannien geliefert werden sollen.

Weitere Interceptors und zugehörige Startrampen sollen innerhalb der ersten sechs Monate nach Vertragsabschluss geliefert werden, wie das Verteidigungsministerium in einer separaten Mitteilung erläuterte.

Laut britischem Verteidigungsministerium wird das System auch an nicht näher genannte Golfstaaten exportiert werden. Dies unterstreicht die Bemühungen der Regierung, die britischen Rüstungsexporte in den Nahen Osten zu beschleunigen.

Cambridge Aerospace zeigte das Skyhammer System erstmals anlässlich der DSEI UK 2025.

Der Interceptor (deutsch: Abfangdrohne) Skyhammer ist laut Hersteller ein kostengünstiges Luftverteidigungssystem mit einer Reichweite von über 30 km und einer Höchstgeschwindigkeit von ca. 700 km/h. Die Entwicklung des Systems begann im Januar 2025. Es ist darauf ausgelegt, einer wachsenden Zahl kostengünstiger Bedrohungen aus der Luft entgegenzuwirken, darunter unidirektionale Angriffsdrohnen und langsam fliegende Raketen und Loitering Munition.

Die Abfangdrohne nutzt zur Lenkung und Zielerfassung einen Radarsuchkopf sowie potenziell KI-gestützte Kameras für den Allwettereinsatz. Der Start erfolgt von bodengestützten Startrampen aus, was einen schnellen und großvolumigen Einsatz ermöglicht. Laut Hersteller wurde das System innerhalb von nur sechs Wochen entwickelt und ist auf hohe Skalierbarkeit in der Produktion sowie Kosteneffektivität ausgelegt. Dabei setzt das Unternehmen auf eine eigene Raketenmotorenfertigung und europäischen Lieferketten.

Skyhammer: Schnellere Variante Starhammer wird parallel entwickelt

Die Drohne kann die Flügel einziehen bzw. anklappen. Dies ermöglicht eine kompakte Lagerung sowie ggf. auch einen Start aus einen Startrohr bzw. -container. Auch wenn der Hersteller nur die Startrampe bisher vorgestellt hat. Da kein Heckpropeller erkennbar ist, wird vermutlich ein strahlgetriebener Antrieb genutzt. Die umgekehrten V-Leitwerksflossen ermöglichen eine große Manövrierfähigkeit im Flug.

Aktuell wird eine schnellere Variante mit der Bezeichnung Starhammer für hochwertigere Ziele parallel entwickelt.

Cambridge Aerospace wurde Ende 2024 von Professor Steven Barrett gegründet und wird vom ehemaligen britischen Kabinettsminister Grant Shapps geleitet. Seitdem expandiert das Unternehmen enorm.

„Skyhammer wurde genau für diesen Zweck entwickelt – um kostengünstige Massenvernichtungswaffen zum Schutz unseres Luftraums bereitzustellen. Wir begrüßen das Engagement der Regierung, die britische Luftverteidigung mit skalierbaren, souveränen Lösungen zu unterstützen“, sagte Barret.

Die geplanten Golf-Exporte folgen einem Runden Tisch, der im März 2026 in London stattfand. Dort trafen sich Botschafter und Verteidigungsattachés der Golfstaaten mit Vertretern von 13 britischen Rüstungsunternehmen, um eine engere Zusammenarbeit zu erörtern.

 

Text: Redaktion / af

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Verwendete Schlagwörter

Cambridge AerospaceDrohnenabwehrsystemGolfstaatenGroßbritannienSkyhammer