Sie wiegt nur 8,6 Kilogramm und taucht bis zu 300 Meter tief. Die X3 von Blueye aus Norwegen ist eine kleine, kabelgebundene Unterwasser-Drohne in ungewöhnlichem Design. Mit ihr sollen die Überwachung kritischer Infrastruktur und militärische Einsätze einfacherer werden. In Rostock konnten sich jüngst potenzielle Nutzer von der X3 ein Bild in Aktion machen.
Unter Wasser sehen, schneller und mehr als ein Taucher. Das verspricht Blueye mit dem X3 ROV (Remotely Operated Vehicle). Die Unterwasser-Drohne aus Norwegen war jüngst an der SeaSEC in Rostock bei der Überwachung beteiligt. In einer experimentellen Veranstaltung wurde dort die Sicherung eines Hafens und die Überwachung von Unterwasserinfrastruktur in Form eines Unterseekabels erprobt.
Blueye X3 im Profil
Dank eines Gewichts von 8,6 Kilogramm lässt sich das unbemannte Mini-U-Boot von einer Person transportieren. Einsätze bis zu 305 Meter Tiefe sollen bei einer Akkulaufzeit von bis zu zwei bzw. fünf Stunden möglich sein. Die Kamera mit 1920 x 1080 Auflösung lässt sich mechanisch um ±30 Grad neigen. 256 Gigabyte Speicher für Aufnahmen inklusive.
Die Unterwasserdrohne verfügt über sogenannte „Guest Ports“ – Schnittstellen für zusätzliche Technik. So können beispielsweise Greifer zum Bergen von Objekten oder verschiedene Sensoren mitgeführt werden. Als Preis für die Basisausstattung nennen die Norweger knapp 27.000 Euro netto.
Gesteuert wird das ROV via Kupferkabel. In der Standardkonfiguration sind 150 Meter Kupferkabel vorgesehen; längere Kabel sind je nach Nutzerbedarf möglich.
Technische Details Blueye X3
- Gewicht: 8,6 kg
- Tauchtiefe: 305 m
- Maße: 485 x 257 x 354 mm
- Geschwindigkeit: 1,5 m/s (3 Knoten)
- Laufzeit Standard-Akku: 2 Stunden
- Laufzeit High-Capacity-Akku: 5 Stunden
- Kamera-Auflösung: 1920 x 1080 Pixel (Full HD)
- LED-Leuchtkraft:300 Lumen (Mit Zusatzleuchten 10.000 Lumen)
- Antrieb: 4 x 350 Watt Thruster
- Besonderheit: 3 Guest Ports für externe Ausrüstung (Sensoren, Greifer, Sonare)
Einsatz in Rostock
Dass die X3 auch unter professionellen Bedingungen hält, was sie verspricht, hat das Gerät jüngst bei einer zweiwöchigen Experimentalserie zum Schutz kritischer Infrastruktur zeigen können: Auf der SeaSEC in Rostock war Blueye X3 aktiv im Einsatz. Dort wurde sie in mehrere Szenarien vom Ufer aus zur Erkundung des Grundes eingesetzt.
Gegenüber Defence Network erklärte ein Unternehmensvertreter, dass die Blueye X3 mit einer Überwasserdrohne kombiniert eingesetzt werden könne. Dann könnten solche Systeme beispielsweise in Häfen oder in der Ostsee patrouillieren und bei Bedarf zur genaueren Inspektion des Grundes, die X3 zu Wasser lassen.
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