
Doch nicht alle Systeme in Bergen überzeugen so schnell. Eine andere, größere Transportdrohne hebt kurz ab, ist dabei sehr laut und stinkt. Wenige Sekunden später berührt sie erneut den Boden. „Starten und Landen kann sie zumindest“, kommentierte ein Beobachter.
Andere Systeme, wie eine kleine Interceptordrohne, können sogar schnell fliegen. In Richtung einer Zieldrohne geht es zügig los; dann kehrt sie um. Ob der Gefechtskopf mit Splitterwirkung neben der Zieldrohne hätte explodieren sollen oder dies bei einer anderen Gelegenheit getestet werden sollte, blieb unklar.
Das Heer nutzt seit 2022 die „Experimentalserie Land“, um gemeinsam mit Forschern, Entwicklern und der Industrie neue Ideen, Waffen und Komponenten auf deren Kompatibilität mit der Truppe zu testen. Von den rund 680 an den dreiwöchigen Tests teilnehmenden Menschen trug rund die Hälfte Uniform.
„Der Soldat muss direkt mit dem Ingenieur sprechen können“, erklärte Oberst Mario Brux, Projektleiter der Experimentalserie Land im Amt für Heeresentwicklung. Ein Anspruch, der in Bergen in Erfüllung ging.
Beim Testen verfolgt das Heer einen schrittweisen Ansatz: Zunächst werden – ganzjährig – neue Systeme einzeln direkt in der Truppe getestet. Beim Termin in Bergen erfolgt dann die Integration im Rahmen einer taktischen Lage. Hier müssen die Systeme bestehen und einen Mehrwert für die Truppe zeigen.
Innovationen auf dem Prüfstand
Es sind unterschiedliche Systeme – über 40 an der Zahl – die im Rahmen der Experimentalserie Land in diesem Jahr getestet werden. Sensoren für die Drohnenerkennung, Abfangdrohnen, unbemannte Bodenfahrzeuge von der Größe eines Bierkastens bis zum geländegängigen 6×6-Radfahrzeug, im Schwarm eingesetzte FPV-Drohnen bis zu Transportdrohnen wie der Grille.


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