Maris-Tech aus Israel ist ein weltweiter Anbieter von Video- und KI-basierter Edge-Computing-Technologie. Die Lösungen sind speziell für gepanzerte Kampffahrzeuge (AFVs) und missionskritische Verteidigungsoperationen entwickelt worden. In erster Linie sollen sie für ein extrem hohes Situationsverständnis und einen besseren Plattformschutz sorgen. Der aktuellste Schritt ist die Integration der Künstlichen Intelligenz (KI) in das System.

360°-3D-Video-Situationserkennung jetzt um KI ergänzt
Maris-Tech ist ein Unternehmen im Bereich der Video- und KI-basierten Edge-Computing-Technologie und leistet nach eigenen Angaben Pionierarbeit bei intelligenten Videoübertragungslösungen, die komplexe Kodierungs- und Dekodierungsaufgaben bewältigen. Die miniaturisierten, leichten und stromsparenden Produkte bieten Funktionen wie Rohdatenverarbeitung, nahtlose Übertragung, fortschrittliche Bildverarbeitung und KI-gesteuerte Analysen. Maris-Tech wurde von Veteranen des israelischen Technologiesektors gegründet und beliefert weltweit führende Hersteller in den Bereichen Verteidigung, Luft- und Raumfahrt, Nachrichtendienste, Innere Sicherheit (HLS) und Kommunikation.
Die Basis für die Lösung ist EDGE-Computing, dazu wurde Uranus Ultra entwickelt. Ziel ist es vor allem, geschützte Fahrzeuge gegen Bedrohungen aus der Luft zu unterstützen, und um eine verbesserte Effektivität auf dem Gefechtsfeld durch eine umfassende 360°-Situationsabdeckung, einschließlich der wichtigen Luftraumperspektiven zu erhalten.
Dieser Ansatz soll blinde Flecken eliminieren und gewährleistet so Echtzeit-Einsatzbereitschaft sowohl in urbanen als auch in offenen Geländeszenarien. Die Plattform kombiniert die Erkennung von Bedrohungen am Boden und in der Luft, wie zum Beispiel Drohnen, indem sie Technologien für die Überwachung des Umkreises und des Luftraum in eine einzige Lösung integriert – Fähigkeiten, die normalerweise von separaten Systemen bereitgestellt werden, so das Unternehmen in seiner Pressemitteilung.
Uranus Ultra ermöglicht Analysen vor Ort
Die leistungsstarken Edge-Computing-Funktionen der Plattform ermöglichen Analysen und Entscheidungen vor Ort, ohne dass Daten an eine zentrale Stelle übertragen werden müssen. Diese Fähigkeit verbessert das Situationsbewusstsein in Echtzeit und ermöglicht schnellere Reaktionen in gefechtskritischen Umgebungen. Darüber hinaus zeichnet Uranus Ultra die Ereignisse für eine Analyse nach dem Einsatz auf und gewährleistet so eine langfristige operative Effektivität.
Uranus Ultra liefert klare, verwertbare Informationen für eine fundierte taktische Entscheidungsfindung durch ultrahochauflösende Videos mit bis zu 8K und einer extrem niedrigen Latenzzeit, so der Hersteller. Seine offene Architektur ermöglicht eine nahtlose Integration in bestehende Fahrzeugsysteme und unterstützt proprietäre KI-Anwendungen, so dass es an spezifische betriebliche Anforderungen und zukünftige Upgrades angepasst werden kann.

Künstliche Intelligenz für schnelleren Entscheidungsprozess
Die EDGE-Computing-Lösung wurde jetzt um Künstliche Intelligenz ergänzt. Dieser Schritt bringt die KI direkt auf die Plattform. Die Informationsverarbeitung findet damit ebenfalls auf der Plattform statt, nicht erst im Battle Management System oder später. Aber nicht nur die Verarbeitung findet auf der Plattform statt, sondern auch die Entscheidung. Und das alles in extrem kurzer Zeit. Der taktische Vorteil den der Führer heute auf dem Gefechtsfeld benötigt um dem Gegner einen Schritt voraus zu sehen, oder um einfach zu überleben.
Unbemannte Bedrohungen – Unmanned Aerial Vehciles (UAVs) und Unmanned Ground Vehicle (UGVs) – werden durch das Video-/Kamerasystem erkannt. Die KI unterstützt dabei die Detektion und automatische Klassifizierung. Selbst eine vollautomatische / vollautonome Bekämpfung der erkannten Bedrohungen wäre heute technologisch schon möglich, wenn gewünscht und mit den Gesetzen vereinbar.
Alles überwacht und bedient über Diamond Ultra. Diamond ist eine KI-gestützte Plattform zur Lageerfassung, die gepanzerte Kampffahrzeuge mit einer 360-Grad-3D-Lageübersicht sowie fortschrittlichem Schutz vor Bedrohungen aus der Luft ausstattet. Diamond Ultra eignet sich besonders für gepanzerte Kampffahrzeuge, die im Ortskampf, im offenen Gelände sowie in anderen Hochrisikoszenarien eingesetzt werden.
Das System erlaubt die Integration von Multi-Camera Systemen. Es unterstützt bis zu elf Kameras (5x IP, 3x analog, 3x HD/SDI) für die gleichzeitige oder einzelne Darstellung in voller Auflösung. Hier erfolgen auch KI-gestützte Bedrohungswarnungen. Dazu liefert visuelle und akustische Echtzeitwarnungen bei auftretenden Bedrohungen. Und es bietet die Funktion zur kontinuierlichen Aufzeichnung. So können alle Aktivitäten für die Nachbesprechung von Ereignissen sowie zur Optimierung der KI-Deep-Learning-Algorithmen aufgezeichnet werden.
Die Bedrohungsdetektion kann bis zu 360° und auch nach oben erfolgen.
Die bedienerfreundliche Steuerung erfolgt über eine intuitive grafische Benutzeroberfläche (GUI) auf einem HD-Touchscreen-Panel. Das System identifiziert feindliche Kämpfer in einem Radius von 50 bis 100 Metern (abhängig von der Kameraauflösung) und erkennt Bedrohungen aus der Luft, so das Unternehmen. Die Informationen können auch über Funk, Satellitenkommunikation oder SMS weitergegeben werden.

Bedrohungserkennung bei Tag und Nacht
Der Sensor Peridot Night ist ein robustes, modulares Nachtsichtsystem, das durch die Fusion von drei ungekühlte 640×512-Wärmebildkameras mit überlappenden 32°-Sichtfeldern für ein 90°-Panorama mit einer Full-HD-Kamera (1920×1080) mit 90°-Sichtfeld ein nahtloses Sichtfeld (FOV) von 90° bietet. Durch Hinzufügen eines zweiten Moduls wird ein Sichtfeld von 180° für den Grenzschutz erreicht, während die Kombination von vier Modulen ein 360°-Sichtfeld für die vollständige Geländeüberwachung ermöglicht. Die integrierte Jupiter-KI mit YOLO-basierter Erkennung sorgt für die Echtzeit-Identifizierung und -Klassifizierung möglicher Bedrohungen.
Der Peridot Night Dome ergänzt die 360°-Rundumsicht nach oben. Der Sensor ermöglicht eine großflächige Lageerfassung im Bereich über und um das Fahrzeug herum, indem sechs Wärmebildkameras mit einer KI-gestützten Onboard-Verarbeitung auf der Jupiter-AI-Plattform von Maris-Tech kombiniert werden. Das konische Sichtfeld von 75° unterstützt die kontinuierliche Wärmebildüberwachung, während die integrierte KI eine Objekterkennung und -klassifizierung in Echtzeit ermöglicht. Die modulare Architektur erlaubt die Integration in boden-, luft- und seegestützte Plattformen sowie in stationäre Anlagen.
In Zukunft wird das System mit direkten Counter-UAV-Systemen und Effektoren anbindbar sein. Auch eine Fusion der Bilder und Daten mit denen anderer Plattformen wird kommen. Sowie die Übermittlung an ein Headquarter oder in ein Battle Management System.
Text: Redaktion / af
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