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Nordafrika: Russlands Vormarsch in Libyen

Russland baut seine militärische Präsenz in Libyen rasch aus und setzt dabei das Afrika-Korps (ehemals Wagner-Gruppe) ein, um den östlichen Befehlshaber Khalifa Haftar zu unterstützen. Dies geschieht, nachdem das Land nach dem Regimewechsel seine Stützpunkte in Syrien verloren hat.

Als Russland noch einen sicheren Mittelmeerzugang besaß, unterstützten russische Schiffe das syrische Regime von Assad. Hier zu sehen der Raketenkreuzer Varyag (vormals Chervona Ukraina), Schwesterschiff der von der Ukraine versenkten Moskwa.
Als Russland noch einen sicheren Mittelmeerzugang besaß, unterstützten russische Schiffe das syrische Regime von Assad. Hier zu sehen der Raketenkreuzer Varyag (vormals Chervona Ukraina), Schwesterschiff der von der Ukraine versenkten Moskwa.
Foto: Kriegsministerium Russland

Durch die Errichtung von strategischen Stützpunkten wie Matan al-Sarra strebt Moskau an zur Mittelmeermarine zu erhalten.

Russland hat Luftwaffenstützpunkte im Osten und Süden Libyens ausgebaut und Personal sowie Ausrüstung aus Syrien verlegt, um die Libysche Nationalarmee (LNA) zu unterstützen. Diese Streitkräfte dienen als logistischer Knotenpunkt für umfassendere regionale Operationen.

Russlands Bemühungen zielen darauf ab, einen Marinehafen zu errichten oder zu sichern, um seine Präsenz zu verstärken. Darüber hinaus strebt Moskau die Kontrolle oder den Einfluss auf Öl-, Gold- und Uranvorkommen an. Ein weiteres Ziel ist laut Quellen die Machtprojektion in die Sahelzone, vor allem nach Mali, Niger und Burkina Faso, um dem westlichen Einfluss entgegenzuwirken.

Russland möchte dauerhaften, langfristigen Stützpunkt in Nordafrika

Während die international anerkannte Regierung in Tripolis Einwände gegen die wachsende russische Präsenz erhoben hat, baut Russland seine Beziehungen zu Haftars im Osten ansässiger Verwaltung weiter aus. Die Strategie zeichnet sich dadurch aus, dass der Fokus von einer schwächelnden Präsenz in Syrien auf die Schaffung eines dauerhaften, langfristigen Stützpunkts in Nordafrika verlagert wird.

Libyen ist derzeit zwischen zwei rivalisierenden Autoritäten gespalten, wobei sich die Kontrolle auf den Westen und den Osten verteilt. Die international anerkannte Regierung der Nationalen Einheit (GNU) unter Premierminister Abdul Hamid Dbeibeh kontrolliert die Hauptstadt Tripolis und den Westen, während die Libysche Nationalarmee (LNA) unter dem Kommando von Khalifa Haftar den Osten und Teile des Südens beherrscht.

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Verwendete Schlagwörter

LibyenNordafrikaRussland