„REPMUS bietet uns eine hervorragende Möglichkeit, unsere Prototypenentwicklung in realitätsnahen Szenarien zu erproben“, erklärte Gregor Mannherz, Delegationsleiter von Rheinmetall. „Zusammen mit den operativen Experten der Kundenmarinen und Behörden können wir unsere Produkte und Lösungen noch effizienter gestalten und die Entwicklung zielgerichtet beschleunigen.“ Ziel ist es, den Schutz kritischer maritimer Infrastruktur, strategisch wichtiger Hafenstrukturen sowie küstennaher Seegebiete zu verbessern.
Schlüssel strategischer Sicherheit: Interoperabilität
Während unbemannte Systeme in der Luft schon länger verbreitet sind, wird im maritimen Bereich bisher eher erprobt, als eingesetzt. Dabei wird die Domäne See nicht zuletzt durch die zunehmende strategische Bedeutung von Arktis und Ostsee immer wichtiger.
Der Einsatz unbemannter Plattformen zur Überwachung und Wirkung soll in jedem Fall vernetzt über alle Ebenen erfolgen: vom Meeresboden bis in den Weltraum. Wie sie dies leisten können, wird nicht nur aktuell bei REPMUS erprobt, sondern beispielsweise auch Anfang 2026 bei SeaSEC in Rostock.
Rheinmetall konzentriert sich laut einer heute veröffentlichten Meldung genau auf diese Vernetzung. Durch die Zusammenführung aller Sensordaten zu einem multidimensionalen Lagebild sollen die Voraussetzungen für eine frühzeitige Lageerkennung und abgestufte, präzise Handlungsoptionen geschaffen werden.
Rheinmetall erprobt bei REPMUS insbesondere diese Technologien:
- Mobile Mission Control
Ein zentrales Element des diesjährigen REPMUS-Beitrags von Rheinmetall ist ein containerisiertes, verlegbares Demonstrations-Setup. Dieses dient der deutschen Marine während der vierwöchigen Übung als mobiler Befehls- und Gefechtsstand für den operativen Hafenschutz.
- Offene Integrationsarchitektur
Die Rheinmetall Battlesuite basierend auf der Middleware Tactical Core der blackned GmbH bildet das technologische Rückgrat. Diese Architektur schafft eine offene Umgebung, um innovative Sensorik, Effektoren und Missionsmodule verschiedener Technologiepartner flexibel und anwendungsbezogen zu integrieren.
- Gestaffelte Unterwassersensorik:
Ein besonderer Schwerpunkt liegt 2026 auf Experimenten mit unbemannter Unterwassersensorik von Industriepartnern. So soll ein durchhaltefähiges Lagebild generiert werden. Außerdem soll ein Bediener gleich mehrere unbemannte Systeme unterschiedlicher Typen und Hersteller über eine gemeinsame Benutzeroberfläche steuern können.
Die REPMUS-Übung auf der Halbinsel Troia und in den umliegenden portugiesischen Seegebieten bringt Marinen, Forschungseinrichtungen und Industrie zusammen, um unbemannte Systeme in einem realistischen, multidimensionalen Einsatzumfeld weiterzuentwickeln.
Rheinmetalls erklärtes Ziel für die Erprobung und darüber hinaus ist es, durch die Validierung kollaborativer Einsatzkonzepte und die Erhöhung der Interoperabilität einen Beitrag zur Stärkung der maritimen Verteidigungsfähigkeit der NATO-Partner zu leisten.