Die türkischen Rüstungsunternehmen KoçSavunma, MKE und TÜBİTAK SAGE haben auf der SAHA 2026 eine Seemine vorgestellt, die durch ihre unebene Oberfläche auf Sonaren nahezu unsichtbar bleiben soll. Die MALAMAN könnte die Räumung strategischer Wasserstraßen wie der Straße von Hormus erheblich erschweren.
Seeminen und ihre Räumung unterliegen seit der doppelten Blockade der Straße von Hormus einer besonderen Aufmerksamkeit. In dieser Woche wurde bekannt, dass der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius mit der Fulda ein Minenjagdboot ins Mittelmeer schickt.
Sollten es die Rahmenbedingungen zulassen, soll diese für den Transport von fossilen Brennstoffen bedeutende Wasserstraße von eventuellen Seeminen geräumt werden – auch mit Hilfe der deutschen Marine.
Minendetektierung durch Sonar
Bevor Minen geräumt werden können, müssen sie aufgeklärt werden. Minendetektierung auf See stützt sich auf den Einsatz von Sonaren, welche die Wassersäule und den Meeresboden mit akustischen Signalen abscannen.
Deren Reflektion wird untersucht und Auffälligkeiten einer weiteren Begutachtung, zum Beispiel durch optische Kameras unterzogen. Neben Minenjagdbooten, wie der Fulda, sollen zukünftig verstärkt auch unbemannte Systeme zum Einsatz kommen.
Auf dem Sonar unsichtbar
Damit eine Seemine allerdings auffällt, muss sie sich ihre Signatur von der Umgebung unterscheiden. Genau hier setzt die auf der SAHA in Istanbul vorgestellte MALAMAN-Seemine an.
Ein Konsortium aus den türkischen Rüstungsfirmen KoçSavunma, MKE und TÜBİTAK SAGE, präsentierte eine Seebodenmine, deren Oberfläche zahlreiche Unebenheiten aufweist und so den Meeresboden imitieren soll.
Technische Daten der MALAMAN Seemine
- Gewicht: 600 kg
- Länge: 190 cm
- Durchmesser: 53,3 cm
- Verbringung: Schiff, U-Boot, Flugzeug
- Auslöser: Magnetisch, Akustisch, Druck
- Wirkladung: Plastiksprengstoff
Nach Angaben der Unternehmen soll die Seemine auch durch unbemannte Systeme verlegt werden können. Durch die MALAMAN könnte es zukünftig schwieriger werden, Seewege wie die Straße von Hormus zu öffnen. Auch Landungsoperationen, wie sie derzeit über die Küste des Iran diskutiert werden, sind mit schwer zu detektierenden Seeminen noch riskanter.
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