Das israelische Unternehmen Magos Systems wird die israelischen Streitkräfte (IDF) mit Radarsystemen beliefern, die verschiedene Arten von Drohnen erkennen können. Diese Beschaffung ist ein weiterer Bestandteil umfassender Bemühungen, eine Lösung gegen die tödlichen glasfasergebundenen Drohnen zu finden, die von der Hisbollah im Libanon eingesetzt werden.
Die Drohnenerkennungssysteme von Magos nutzen MIMO-Beamforming-Radar in Kombination mit KI-gestützter Klassifizierung, um Drohnen, Vögel, Fahrzeuge und Personen zu identifizieren sowie Kameras anzusteuern oder Bedienpersonal zu alarmieren. Nach Angaben des Unternehmens bietet das System AR-300 eine Erkennungsreichweite von mehr als 300 Metern für unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) und eine 360-Grad-Abdeckung, wenn mehrere Radargeräte mit einer PTZ-Kamera (Schwenk-/Neige-/Zoom-Kamera) kombiniert werden.
Magos: 21 Millionen Israelische Schekel für Radarsysteme
Das israelische Verteidigungsministerium hat Magos einen Auftrag im Wert von 21 Millionen Israelischen Schekel zur Lieferung von mehreren hundert Radareinheiten erteilt.
Die Radarsysteme werden als leicht, energieeffizient und im Vergleich zu größeren Luftverteidigungssensoren relativ kostengünstig beschrieben. Magos hebt zudem die hohe Leistungsfähigkeit bei schlechtem Wetter und eingeschränkter Sicht hervor. Die KI-gestützte Auswertung soll die Zahl von Fehlalarmen nahezu auf null reduzieren.
Die derzeit im Libanon eingesetzten IDF-Einheiten verwenden Metallnetze, um sich vor den tödlichen glasfasergebundenen Drohnen zu schützen, die bislang eine hohe Zahl von Opfern verursacht haben.
Eine israelische Quelle sagte gegenüber Defence Network, dass die Erkennung einer Drohne lediglich den ersten Schritt der erforderlichen Lösung darstelle: „Nach der Erkennung benötigen die Einheiten ein wirksames Mittel, um die Drohne zu neutralisieren, bevor sie ihr Ziel erreicht. Daran wird derzeit gearbeitet.“
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