ILA 2026: Kostengünstiger Interceptor von Frankenburg Technologies

Die Frankenburg Technologies OÜ aus Estland zeigt auf der ILA nach eigenen Angaben den weltweit kleinsten und kostengünstigsten Interceptor.

Der Mark-I-Interceptor.
Der Mark-I-Interceptor.
Foto: af

Der Mark 1 ist eine Ultra Short-Range Air Defence Missile und damit ein hochmoderner und nach eigenen Angaben vor allem kostengünstiger Abfangflugkörper (Interceptor). Er wurde speziell entwickelt, um kosteneffizient kleine Drohnen (UAVs), Loitering Munition und Schwarmangriffe auf Reichweiten von bis zu 2 Kilometern abzuwehren – Flughöhe bis 1,5 Kilometer. Die Rakete ist in der Lage, sowohl langsame Drohnen und Kamikaze-Flugkörper (150–200 km/h) als auch schnellere Jet-Ziele (450–600 km/h) zu bekämpfen. Als Primärziele werden angegeben: Shahed, ISR-Drohnen (Orlan, ZALA, Supercam), kleinere Drohne und Loitering Munition sowie FPV-Drohnen.

Der Mark-I-Flugkörper selbst soll mit über 1.000 km/h eine hohe Unterschall-Abfanggeschwindigkeit erreichen können. Dazu verwendet der Effektor einen Feststoffraketenmotor. Nach dem Start agiert die Rakete autonom, nutzt eine INS-basierte Mittelstreckenführung anhand von Zielinformationen und führt die Endphasen-Zielsuche mit bordseitigen Sensoren durch. Ein Annäherungszünder ermöglicht die Zerstörung des Ziels in der Luft.

Mark-I-Interceptor wird aus Kanister verschossen

Der 4-Fach-Werfer auf der ILA 2026.
Der 4-Fach-Werfer auf der ILA 2026.
Foto: af

Mit einer Länge von nur 65 Zentimetern kostet der Mark 1 laut Internet ca. $46.870 pro Stück. Damit ist er rund nach Herstellerangaben rund 10-mal günstiger als herkömmliche Flugabwehrraketen. Der Flugkörper wurde aus leicht verfügbaren Industriekomponenten entworfen, um eine schnelle Massenproduktion zu ermöglichen. Dank internationale Partnerschaften ist eine schnelle Skalierung möglich. Das Unternehmen arbeitet eng mit der polnischen Rüstungsgruppe PGZ zusammen, um eine Fabrik in Polen aufzubauen. Geplant ist die Herstellung von bis zu 10.000 Raketen pro Jahr

Der Mark-I-Flugkörper wird aus eine Kanister verschossen. Dieser hat eine Länge von 1.100 mm und ist in unter 2 Minuten nachladbar. Auf der ILA 2026 wird eine Startvorrichtung mit vier Kanistern auf einem Dreibein gezeigt.

 

Text: Redaktion / af

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